31.03.09

Moar Links

Is Jon Stewart the Most Trusted Man in America? Na warum nicht, er ist ja auch der letzte Journalist in Amerika. Und ein mensch. Daß seine reine Existenz in diesem Land nicht möglich wäre, geschweige denn, daß man ihn je ins Fernsehen lassen würde, brauche ich nicht zu erwähnen. Amerika, du hast es besser!

Warum Leute (US)-Republikaner wählen. Kann man wohl nichts machen. Oder doch?

Imagine proposing to build Vegas in a place where sex and drugs and rock and roll are an anathema. Ich hasse Dubai auch.

The Secret Diary of Cameron Baum, a Terminator. Sehr genießbare "Sarah Connor Chronicles"-Fanfiction. Die Serie selbst ist letzthin auch ganz groß, hoffentlich gibt man ihr eine verdiente dritte Staffel.

Für ein Experiment läßt sich Familie Mantel ihre fünf Fernseher wegnehmen. Danach Warten auf den Tod.

Jürgen Habermas ist auch mit fast 80 noch geistig frisch und perzeptiv wie ein aufstrebender Jungwissenschaftler. Ich möchte sein Gehirn haben. Braaaiiiinns!

Yay for science!

Und zuletzt: Wie man mit Kreationisten umgeht. Never gets old.

12.03.09

All you need

Oh, hey, mein Schweinehund? Stellt Euch den Balrog aus "The Lord of the Rings" vor, Durin's Bane. Krallen, Flügel (?), eine vielzüngige Flammenpeitsche, fünftausend Jahre Haß.

Mein Schweinehund benutzt den Balrog von Moria als Zahnstocher.

Die gute Nachricht: Ich bin wenn nicht Gandalf, so doch Radagast, Freund der Tiere und zäh. Und so geht es Tag für Tag Richtung Diplom, weswegen ich zwar weder viel erlebe noch Zeit zum ausführlicheren Bloggen habe, aber Stunde für Stunde und Hieb für Hieb nehme ich dem Monster einen brennenden Zahnstocher nach dem anderen, bis es bald und endlich vor kariösen Schmerzen tot zusammenbrechen wird. Always brush your teeth, kids!

Es braucht also außergewöhnliche Ereignisse, um mich zu einem aktuellen Eintrag anzuregen.

This qualifies.

Fuck, Winnenden ist hübsch. Die Altstadt ist niedlich und der Weihnachtsmarkt schön, hausgemachte Kartoffelchips for the win! Das ist nur 20 Kilometer von hier ...

Aber abgesehen von der Nähe, abgesehen vom Neuigkeitswert an sich, abgesehen vom Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen, was ist außergewöhnlich? "Er war ein ganz unauffälliger Junge, bis er mir mit seiner Beretta in den Kopf geschossen hat" - geschenkt. "Er war ein introvertierter Loser ohne Freunde, nur seine Katze hat er geliebt" - you don't say. "'Counter-Strike' und 'Crysis' haben ihn zum Mörder gemacht (wählt mich)" - okaay. "Daß binnen 5 Minuten 30.000 Polizisten vor Ort waren, gibt mir eine steinharte Erektion" (Günther O.) - ähh?

Nein, das Außergewöhnliche ist, daß nichts an diesem Amoklauf außergewöhnlich ist. Die üblichen Verdächtigen sondern ihre üblichen hilflosen, widerlich opportunistischen Sprechblasen ab. Die Sicherheitstheaterindustrie kriegt feuchte Höschen, nichts gegen feuchte Höschen an sich, mmm feuchte Höschen. Und die Winnender weinen, suchen Erklärungen, fragen Warum.

Same ol', same ol'.

Warum?

Weil.

Weil.

Und weil.

It's easy.