Meine neueste Errungenschaft ist "Portal".
Vom lustig skurrilen Trailer und dem einfachen, aber fesselnden Spielprinzip des Vorgängerprojekts, der Freeware "Narbacular Drop", sehr angetan, habe ich mir "Portal" für 20 Dollar, das sind heute ja nur noch 14 Euro und ein halb aufgelutschtes Bonbon, bei Steam heruntergeladen, installiert und begonnen, Spaß zu haben.
Und wie, Baby.

Nach einigen einleitenden Puzzles findet Chell, die man aus der Ich-Perspektive flüssig durch die sorgfältig gestalteten und beeindruckend realistisch wirkenden Level steuert, die Bestandteile der Portalkanone, und damit fängt der Spaß richtig an.
You see, das auf dem Bild oben ist kein Spiegel oder ein vertikaler See, sondern ein Blick durch die zwei schräg nebeneinander gefeuerten Portale. Man kann diese Portale schießen, fast wohin man will, sie sind immer miteinander verbundener Ein- und Ausgang, betritt man also ein Tor, kommt man beim anderen wieder heraus, und Bewegungsimpuls und Gegenstände folgen. Das hier hinten bin also ich, die hier vorne ist, um nach hier hinten zu kommen, alles klar?

Mit diesem so simplen wie genialen Prinzip sind in diesem leider recht kurzen Spiel dennoch zahllose gut gemachte Rätsel und Reflextests möglich, die gegen Ende und besonders in den Extralevels auch richtig stark an den kleinen grauen Zellen zerren, doch zum Ereignis und zur großen Empfehlung wird "Portal" erst durch die omnipräsente, großartig gesprochene, wunderbar klingende Stimme der künstlichen Intelligenz GLaDOS, die den Spieler mit Kuchen lockt, ihn warnt, daß auch eine Kiste mit Herz einem nicht mit Erstechung drohen kann, ihm anbietet, seine Organe an eine Selbstbewußtseinsstiftung für Mädchen zu spenden, und tausend dergleichen herrlich kreative und bizarre Dinge mehr, die dem Spiel Leben, Seele und Spannung geben, bis zum schönsten Abspann seit ewigen Zeiten. Spielen!


3 Kommentare: