16.09.2012

How Seven of Nine saved Barack Obama's Presidency

My all-time favourite bit of Obama trivia is still this: In the 2004 Illinois U.S. Senate race, Obama was pitted against the wealthy and popular Jack Ryan. But then his divorce papers were unsealed wherein his ex-wife, one Jeri Ryan, alleged that he had dragged her to sex clubs. Embarrassed, Jack Ryan dropped out and was replaced by crazy Alan Keyes, and the rest is history. There's nothing Seven of Nine can't do.

15.09.2012

Obama's Way

A long, but well-written and very interesting profile of Barack Obama, the U.S. Presidency and the coalition intervention in Libya. What an insane job this is. I am glad that we have Obama doing it, and likely will have for four more years.

11.09.2012

Fashion It So

Guess what, Wesley: you never look good. Just do the best you can with that weird, possibly foam-rubber jumpsuit.

Quite possibly the most awesomely hilarious blog I've ever found. Oh internets, you never cease to amaze.

07.09.2012

Bill Clinton

One can only hope to achieve half this level of mastery in a lifetime. An impossibly accomplished person sounding authentically down-home, breaking it down without dumbing it down or making the audience feel dumb, speaking to millions as if to his best friend over a beer, twisting a shiv into his opponents with an affable smile, and delivering passion, information and guidance in copious amounts as if that was the easiest thing in the world. Easily one of the best communicators in the world.

14.08.2012

Die Rechte

Wie in fast ganz Europa gibt es auch in Deutschland ein signifikantes Wählerpotential, das für Rechtspopulismus empfänglich ist: seien es von der CDU enttäuschte Konservative, sich durch die Krise bestätigt fühlende EU-Gegner, islamophobe Sarrazin-Sympathisanten oder auch klassische Rassisten und Nationalisten. Warum gibt es dann aber keine Partei und keine Personen, die dieses Potential wirkungsvoll und nachhaltig auf nationaler Ebene aktivieren können? Ich glaube, dem deutschen Rechtspopulismus fehlt eine charismatische Leitfigur, die sich clever so ausdrücken kann, dass sie keine politisch tödlichen Nazi-Assoziationen weckt. Wenn aber mal eine kommt ...

Manchmal fantasiere ich ja davon, selbst diese Leitfigur zu werden und durch unangreifbar glatte, aber im Kern furchtbar rassistische Statements in Verbindung mit meiner langen Debattiererfahrung, die mir erlauben würde, auf kritische Nachfragen geschickt zu reagieren, 15% der Wählerstimmen bei der nächsten Bundestagswahl zu gewinnen. Am Abend der Wahl würde ich dann aber auf einen Balkon treten und meinen versammelten Anhängern offenbaren, dass unsere neuen Abgeordneten (alles persönliche Freunde) und ich von nun an eine radikal progressive und inklusive Politik vorantreiben werden, mit Mindestlohn, Migration und Menschlichkeit für alle, und dass sie heute hoffentlich gelernt haben, dass Hass sich niemals lohnt.

09.05.2012

Europe Day

EU Flag

It seems fitting to me that Europe Day is celebrated on the day after Victory in Europe Day, and on the same date as Victory Day. For all its many and very real problems, I think the European Union has almost done miracles for peace and cooperation in this formerly most war-torn of places, slowly freeing us from the scourge of nationalism. If it still seems wondrous that we can now cross borders almost like we would a street, that's because it is. So here's to Europe.

23.04.2012

Nazi-Tourette

Wie kann einer in der Öffentlichkeit stehenden Person ein Vergleich mit spezifischen Wachstumszahlen der NSDAP überhaupt einfallen? Wieso schwirrt diese Vergleichsmöglichkeit in einem Kopf herum, und wenn sie es tut, wieso wird sie nicht sofort als aufgrund der Idiosynkrasien öffentlicher Diskussionen in Deutschland extrem kontraproduktiv verworfen?

Vielleicht ist Martin Delius Amateurhistoriker und/oder medienunerfahren, aber ich denke, hier spielen auch zwei sehr deutsche Phänomene eine Rolle:
  1. "Nazi-Tourette", das fast pathologische Bedürfnis, im unpassendsten Moment einen Nazivergleich zu machen, nicht obwohl, sondern weil man weiß, dass das so tabu ist und man sich und anderen dadurch nur schaden kann. Ähnlich dem "appel du vide", dem seltsamen Bedürfnis, vom Rand hoher Gebäude oder Klippen zu springen.
  2. "Nazi-Münchhausen", das fast pathologische Bedürfnis, auf jeden Nazivergleich mit übertriebenen Ohnmachtsanfällen und theatralischer Empörung zu reagieren, um Aufmerksamkeit zu erhalten und seinen in ein enges Korsett gezwängten Körper endlich wieder zu spüren. Verwandt mit Hypochondrie, nur ohne echte Symptome.
Ich fürchte, diese Phänomene hängen voneinander ab und verstärken sich gegenseitig. Doch wo kommen sie her? Und wie werden wir sie wieder los?

Ich glaube, unsere Verkrampfung bei Nazivergleichen kommt daher, dass die Großeltern nicht an ihre Schuld (durch Handeln oder Unterlassen) erinnert werden möchten, die Eltern nicht daran, dass ihre Eltern schuldig waren, und die Kinder nicht an ihre Überladung durch gut gemeinte, aber ungeschickt umgesetzte Beschulung zum Dritten Reich, über das sie "in der 11. Klasse in jedem Fach lernen mussten". Außerdem gehört es zu unserem Nationalcharakter, verzweifelt "normal" sein zu wollen, weswegen die Erinnerung an unsere unnormale Vergangenheit zu solcher Hyperventilation führt, und Dinge "auch mal sagen zu dürfen", weswegen dann unter anderem sowas wie das letzte "Gedicht" von Günter Grass oder am extrem rechten Rand schürfende Tweets und Blogposts usw. rauskommen. Die Piraten sind wegen ihrer Internetaffinität auch öffentlicher als z.B. CSU-Politiker, die vermutlich manchmal ähnlich denken und sprechen, nur eben am Stammtisch in Rosenheim mit ihren 70-jährigen Kumpels, die kein Handy haben und sich ihre E-Mails noch ausdrucken lassen.

20.04.2012

Betreuungsgeld

Im Prinzip finde ich ein Betreuungsgeld gut. Denn wenn Eltern durch die zusätzlichen finanziellen Wahlmöglichkeiten selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder in staatlichen oder privaten Tagesstätten oder zuhause erziehen wollen, besteht weniger Gefahr, dass die nachwachsenden Generationen zu passiven Staatskonformisten erzogen werden.*

Aber die tatsächliche Umsetzung mit einem lächerlich geringen Taschengeld, um Klagen wegen der aus politischer Unfähigkeit verfehlten Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Tagesstättenplatz abzuwenden, das Fortbestehen Frauen benachteiligender familiärer Betreuungsarrangements und das bedauerliche Erziehungsversagen vieler Eltern machen es mir leider unmöglich, praktisch für das Betreuungsgeld zu sein. Es frustriert mich sehr, wenn meine schönen Ideale an der hässlichen Realität scheitern!

* Jede staatliche Erziehung ist schon notwendig (um Massen effizient beschulen zu können), aber auch gewollt (um "gesellschaftliche Werte" zu verbreiten und Gefahren für die etablierten Machtstrukturen abzuwenden) konformistisch normierend. Ich halte das prinzipiell für schlecht, weil der Staat sich aus der Werteformung heraushalten sollte, anstatt seine zu mächtigen, paternalistischen Tentakel immer tiefer in alle Bereiche der Lebensgestaltung hineinzuwühlen. Er soll sich auf seine Hauptaufgabe der Innen- und Außenverteidigung konzentrieren und so Raum für Freiheit schaffen, anstatt ständig mehr Aufgaben zu übernehmen, Wahlfreiheiten zu beschneiden und die Leute nach seinem Bild zu formen. Darum bin ich grundsätzlich auch gegen Schulpflicht. Aber das kollidiert direkt mit meinem anderen Ideal der Chancengerechtigkeit, unter das sich auch mein Feminismus weitgehend subsumieren lässt. Ohne flächendeckende und bezahlbare, also staatliche Kindertagesstätten müssen die Frauen zuhause sitzenbleiben, und viele Kinder bleiben von früh auf weit zurück. Das ist nicht, was ich mir unter einer menschlichen Gesellschaft vorstelle. Trotzdem frage ich mich, wie stark sich der Staat hier einmischen sollte. Denn wo soll die Normierung noch enden?

06.03.2012

Geeks and Patriarchy

A superb interview.

The narrative goes something like this: Geeks are smarter than everyone else, and ladies like hot, not smart, so geek men have almost no contact with women until they become adults. They're socially stunted and bitter about their lifelong rejection by women, so they lash out at women to make themselves feel better. [...]

The problem with this narrative and how it functions in conversations about geek misogyny is that the hypermasculine standard that leads to geek men feeling disenfranchised while growing up is the result of a patriarchal culture. By becoming misogynists, geek men actually reinforce the sexist standards that lead to them getting beat up or made fun of as kids. Patriarchy is still to blame.

26.02.2012

What Lies Beneath

100% in New Super Mario Bros. Wii

After a long hiatus, I have finally completed New Super Mario Bros Wii. But this war geek wonders. How come the Mushroom Kingdom always has to rely on a fat Italian-American plumber to conduct targeted assassinations against the occupier's forces? Are the fun-loving Toads so hapless against the efficient Spartan society of the Koopa Troop? Is Bowser some sort of military genius? Might Peach be a radical pacifist, preferring to have her people slaughtered and turned into bricks rather than to take up arms or use magic? Or is it much more sinister, as this whistleblower's report has us believe?

Whatever the truth, under the cheery green hills of World 1, the bones of the dead lie and await justice ...

19.02.2012

How companies learn your secrets

A very interesting read, and a good reminder that big data is one of the next great frontiers of innovation and productivity. I should keep improving my SPSS skills then. But I'd have more of a problem with government knowing everything about me than companies. At least firms only want to sell me stuff, not regulate my life.

29.01.2012

Kim Dotcom

I think Kim "Dotcom" Schmitz is not appreciated enough, especially here in his native Germany. Sure he is a professional criminal and loudmouth, and apparently also a dick. But which other basement-dwelling nerd managed to make his adolescent, rejection-fueled dreams of fast cars, hot women and FPS highscores a reality through canny and funny PR, constant inventiveness and always being ahead of the curve? Maybe we need more people with Kim's drive, if not necessarily his disregard for the law ...

23.01.2012

Star Wars Uncut

This must surely be the crowning achievement of humanity. We can close up shop or at least the Internet, as nothing will ever beat this. I cried when Luke watched the twin suns of Tatooine set, as always. And oh, how I laughed.