Mit 14 las ich jede Woche den "Spiegel".
Mit 14 fand ich die großen, bunten Fotostrecken, zwischen denen sich allzu kurze, schlampig recherchierte, tendenziöse, bisweilen verzweifelt auf Kurzweiligkeit frisierte, immer mit einer oft gezwungenen Anekdote eingeleitete Artikel schlängelten, gut.
Mit 14 verschlang ich froh die endlosen, von keiner Information getrübten Stimmungs- und Atmosphärenberichte über Politiker, Manager, Sportler oder auch einfache Bürger.
Mit 14 hielt ich die Umfragehäppchen für bedeutsam.
Mit 14 hielt ich die Erklärungen in den Wissenschaftsartikeln für richtig.
Mit 14 freute ich mich jede Woche auf das halb bis gar nicht bekleidete Mädchen unter den "Personalien" und nahm auch die vielen schönen Frauen in den anderen Fotos, die oft kaum etwas mit den zugehörigen Artikeln zu tun hatten, gern zur Kenntnis.
Mit 14 las ich jede Woche den "Spiegel".
Ich bin nicht mehr 14.
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