31.07.05

Die Unsichtbaren

Wer könnte das nur sein?

Wer kennt diese tolle Website noch nicht?

27.07.05

Pädagogische Psychologie

Die "Klausurergebnisse" sind endlich online, und ich lade die Präsentationsdatei in freudiger Erwartung runter, nur um auf einer süffisanten Folie zu lesen, dass "an dieser Stelle ab 13. September 2005 die Klausurergebnisse stehen" werden. What the-?

Zympadie für Mr. Wegens

...ist großartig, take my word for it. Ganz anders, eine Sommerkömodie, die den Namen einmal verdient nämlich, aber ebenfalls super, ist "Crustacés et coquillages" mit, holla, einer wunderbar reifen, bezaubernden Valeria Bruni-Tedeschi und einer sehr entspannten, lebensnahen Botschaft. Eher schlecht sind dagegen der zwar nett bespielte, aber einfallslose und unlogische "Mr. & Mrs. Smith" und der hausbackene Mysteryfilm "The Skeleton Key", trotz Kate Hudsons Bemühungen, unter der Dusche sexy auszusehen. Ich habe diese geistlosen Manhattan-Debütantinnen so satt!

Aber gut. Mal sehen, was das Fantasy Filmfest Schönes bringt. Nur noch eine Woche!

23.07.05

Meine BUNTE Welt

Wenn Mutti sie schon mitbringt, kann ich doch auch mal reinschauen ...

Unterhaltungswert kann man dem Blatt ja nicht absprechen, wenn man nur sein Hirn ausschaltet und sich einfach von den vielen Stars und den vielen großen, farbigen Bildern berieseln lässt: Ob Tara Reid als Kind wohl pummelig war? Thomas Helmers "Edel-Loafers von Dolce & Gabbana" (sind die beiden eigentlich noch zusammen?) sehen ausnehmend beschissen aus - genauso wie seine Braut, höhö. Und an Tom und Katie glaube ich immer noch nicht. Dafür sieht Albert II., flankiert von seiner guten und seiner mißratenen Schwester, richtig freundlich und sympathisch aus, auch wenn ich trotzdem nicht verstehe, wer mit diesem Mann, an dem alles vom Kopf über den Bauch bis vermutlich zum Albert III. eiförmig ist, auch nur ein illegitimes Kind zeugen möchte. Naja, Nina Hoss finden ja auch einige wahrscheinlich blinde Kretins häßlich. Schade übrigens, dass ich nicht zu den Salzburger Festspielen kann, Hoss und die weiterhin sehr großartige, überaus charmant russische Anna Netrebko ...

200 Schulkindern, die gratis ins Konzert durften, verriet die Netrebko ein Geheimnis: "Von nichts kommt nichts, ich probe bis zu sechs Stunden am Tag."

...hätte ich gerne gesehen und gehört, aber Kartenpreise bis zu 360 Einheitswährung und gut ein Jahr Bestellfrist waren für diesmal doch noch etwas zuviel. Solange tröstet mich eben Kumpel Google.

Wieder Anna Netrebko

Oh Anna, wann erhörst Du mich endlich? Wie oft soll ich noch Deinen Namen in meine Haut schneiden? Ich- ich- wo war ich? Ah ja ...

Alles ganz happy und very, very beautiful also, doch wehe, wenn man sein Hirn wieder einschaltet und auch die BUNTEn Artikel liest: Frauenglück durch 166 Euro teure Sonnenbrillen. Und 465 Euro teure Plateauschuhe. Und gute, "ungefährliche" Männer, Ärzte zum Beispiel, wie sie die "vielseitige" Christiane Paul liebt, keinesfalls aber Rocker, wie sie die "Elfe" Kate Moss mag. Und vor allem durch Eva Kohlrusch und, bereits im zweiten Absatz, ihre Textbausteine:

Was verführt Männer, wenn sie Macht besitzen, sich reichhaltig sexuell zu bedienen?

Tja, was nur, Eva, Liebste? Was verführt sie dazu? Was bestärkt sie darin? Vielleicht Artikel über Angela Merkel in Prizren, die damit beginnen, was sie anhat? Oder Artikel, die Modestrecken sind, die Werbung sind, die Artikel sind, für einen "award" des Magazins? Oder Interviews, unendlich schleimig wie eh und je, von, mit und für Paul "Spüren Sie ihn gelegentlich?" Sahner? Oder doch winzig kleine, aber groß verräterische Bemerkungen wie die, dass Frauen wie die "exotische" Michelle Yeoh Männer wie den "Teamchef" Jean Todt "ablenken" würden und unser Schumi deswegen nicht mehr siegen könne? Wie ging das noch gleich ...? Ah, hier:

GENERAL JACK D. RIPPER
Mandrake, do you realize that in addition to fluoridating water, why,
there are studies underway to fluoridate salt, flour, fruit juices,
soup, sugar, milk... ice cream. Ice cream, Mandrake, children's ice
cream. [...] A foreign substance is introduced into our precious
bodily fluids without the knowledge of the individual. Certainly
without any choice. That's the way your hard-core Commie works.

GROUP CAPT. LIONEL MANDRAKE
Uh, Jack, Jack, listen, tell me, tell me, Jack. When did you
first... become... well, develop this theory?

GENERAL JACK D. RIPPER
Well, I, uh... I... I... first became aware of it, Mandrake,
during the physical act of love.

GROUP CAPT. LIONEL MANDRAKE
Hmm.

GENERAL JACK D. RIPPER
Yes, a uh, a profound sense of fatigue... a feeling of emptiness
followed. Luckily I... I was able to interpret these feelings
correctly. Loss of essence.

GROUP CAPT. LIONEL MANDRAKE
Hmm.

GENERAL JACK D. RIPPER
I can assure you it has not recurred, Mandrake. Women uh... women
sense my power and they seek the life essence. I, uh... I do not
avoid women, Mandrake.

GROUP CAPT. LIONEL MANDRAKE
No.

GENERAL JACK D. RIPPER
But I... I do deny them my essence.

Mehr über die männerfressenden Frauen hier. Nur für Dich, Eva.

Meine Videothek

Wenn der Burgerwender nicht weiß, ob er Rind oder Pferd verarbeitet, wird er gefeuert.
Wenn der Plattenverkäufer noch nie vom King und von Prince gehört hat, fliegt er raus.
Wenn die Bäckersmagd nicht weiß, was eine Brezel ist, wird sie im Mühlbach ertränkt.
Überall, wo man arbeitet, wird Fachwissen verlangt.

Nur nicht in meiner Videothek. Ähh, unsere DVDs sind alle RC1 ...RC2 ...genau, ja, RC1, ich meine RC2! "Zympadie für Mr. Wegens", bitteschön. Wir haben jetzt tolle neue Filme reinbekommen, "Blade: Trinity", "Trouble ohne Paddel" und "Constantine". Sie leihen alle "Star Wars"-Filme aus? Wie, kommt da jetzt ein neuer?

Warum gehe ich eigentlich da hin?

17.07.05

Saddam oder Herr Hussein?

Die CBC weiß Bescheid.

Guess the Google

Lustig. Mehr als 350 Punkte sind echt schwer zu erreichen.

Fantastic Four

Eigentlich wollte ich über dieses entsetzliche Machwerk ja so richtig herziehen, aber diesen Job hat bereits ausgerechnet ein "Spiegel"-Journalist zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt. Dann eben beim nächsten vergeigten Comicfilm.

Apropos Spiegel

Man muß dieses Interview mit Joachim Fest weder online kaufen noch im Heft lesen, es reicht, sich das einleitende Foto anzusehen, um zu wissen, dass man es mit einer wahren Geistesgröße der Eitelkeit zu tun hat. Fest sitzt nicht vor seiner Bücherwand, er thront, links und rechts in Ermangelung von Marmorlöwen von Lampen flankiert, mit monarchisch herablassendem Blick auf seinem schwarzen Ledersofa, hinter ihm Unmengen von kaum berührt anmutenden Büchern, die vor allem wegen ihrer Wirkung im Regal ausgesucht worden zu sein scheinen. Dass es sich nicht um ein wirkliches Studierzimmer handeln kann, merkt man spätestens, wenn man sich überlegt, wie der geschichtswichtige Geschichtsschreiber eigentlich an die obersten Bücher hinter dem Sofa herankommt. Schiebt er es immer beiseite? Mit seinen 78 Jahren? Oder klettert er gar darauf? - Das oberste Bord ist bestimmt drei Meter hoch und damit immerhin halb so groß wie Joachim Fests Ego.

16.07.05

Der Spiegel

Mit 14 las ich jede Woche den "Spiegel".
Mit 14 fand ich die großen, bunten Fotostrecken, zwischen denen sich allzu kurze, schlampig recherchierte, tendenziöse, bisweilen verzweifelt auf Kurzweiligkeit frisierte, immer mit einer oft gezwungenen Anekdote eingeleitete Artikel schlängelten, gut.
Mit 14 verschlang ich froh die endlosen, von keiner Information getrübten Stimmungs- und Atmosphärenberichte über Politiker, Manager, Sportler oder auch einfache Bürger.
Mit 14 hielt ich die Umfragehäppchen für bedeutsam.
Mit 14 hielt ich die Erklärungen in den Wissenschaftsartikeln für richtig.
Mit 14 freute ich mich jede Woche auf das halb bis gar nicht bekleidete Mädchen unter den "Personalien" und nahm auch die vielen schönen Frauen in den anderen Fotos, die oft kaum etwas mit den zugehörigen Artikeln zu tun hatten, gern zur Kenntnis.
Mit 14 las ich jede Woche den "Spiegel".

Ich bin nicht mehr 14.

Der Strukki

Carsten Maschmeyer

Er meldet sich nach Jahren wieder und fragt, wie es mir gehe und ob wir was trinken gehen sollen. Wir gehen was trinken, und er schwärmt nicht nur wie sonst von großen Autos und schönen Frauen, sondern auch von einer Deutschen Vermögensberatung AG, für die unter anderem Michael Schumacher auf seinem Käppchen werbe, die großartige Verdienstmöglichkeiten eröffne, die beste Allfinanzberatung biete, die Selbständigkeit ermögliche, und ob ich nicht mal zu einer Informationsveranstaltung mitkommen wolle? Ich, auf Nebenjobsuche und ahnungslos, tausche Turn- gegen Halbschuhe und komme ein paar Tage später zu der Veranstaltung in einem kleinen württembergischen Dorf mit. Auch seine Kollegen haben Gäste mitgebracht, von Buchhaltertypen bis zu ballonseidenen Langzeitarbeitslosen ist alles dabei, aber der naßforsch-dynamische Referent läßt sich davon nicht im Mindesten beirren und schwärmt von der DVAG, für die unter anderem Michael Schumacher werbe, die großartige Verdienstmöglichkeiten eröffne, die beste Allfinanzberatung biete, die Selbständigkeit ermögliche, und ob wir nicht gleich einsteigen wollten?

Ich mache einen Scherz, dass die vorgestellte Hierarchie ein wenig wie eine Pyramide wirke, immer noch säuglinghaft ahnungslos. "Das wäre doch illegal, haha. Haha", sagt sein Chef, und wir vereinbaren einen erneuten Termin einige Tage später, und wieder zuhause kann ich so lange nicht einschlafen, bis ich mich endlich durch Mama Google aufklären lasse. Hier zum Beispiel. Oder hier. Ich sage ab, erschrocken, aber erfahrener, und er versucht noch, mich umzustimmen, doch vergebens, und er geht, in eine dunkle Zukunft.

Bosse wie Kohlfreund Reinfried Pohl von der DVAG und Schröderfreund Carsten Maschmeyer vom AWD (siehe Bild) machen ihre zahllosen Millionen auf dem Rücken ebensovieler armer Teufel unten in der Pyramide, die durch ihren "Traumjob" nach und nach Freunde, Geld und Gesundheit verlieren, der Wirkung von Tom Cruises "Kirche" nicht unähnlich. Seid gewarnt.

Leser B. R.

...schickt uns ein erstaunlich gelungenes Foto von uns, das wir nach nur minimalster Retusche (Farben, Muskeln, Lepra etc.) hier veröffentlichen wollen, für Eure Dartscheiben, Altäre usw. Vielen Dank!

Andreas C. Lazar

11.07.05

Carole Pateman

Am Donnerstag mit einer sehr netten Kommilitonin ein kleines Referat zum noch nicht mal zwanzig Jahre alten "The Sexual Contract" gehalten, in dem die Autorin in fürchterlich undurchsichtiger Prosa eine erstaunlich bemerkenswerte Einsicht hat: Mit der Überwindung der "natürlichen" patriarchalischen Gesellschaftsordnung durch die klassischen Vertragstheoretiker sei gleichzeitig die "natürliche" patriarchalische Geschlechterordnung fortgeschrieben worden, indem diese als privat und damit nichtpolitisch deklariert wurde. Diese Ordnung sei daher aber Teil der Vertragstheorien und somit das Private politisch, womit wir wieder bei der wildschönen Uschi Obermaier und ihrem pudelhirnigen Rainer wären und sogar über sie hinaus, denn "politisch" heißt bei Pateman nicht Kiffen, Lallen und Pudding, sondern amerikanische Verfassung, Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, mithin Grundgesetz, also Ernsthaftigkeit. Mehr, wenn ich mehr weiß.

Soll ich Dir meinen Verfassungszusatz zeigen?

Ich prophezeie: Die Gleichberechtigung wird erst erreicht sein, wenn Männer von schönen Frauen auf Fotos nicht mehr so elend wachhundhaft besitzerstolzierend stieren und ich nicht mehr jeden Blogeintrag als Alibi nutze, um nach Nackedeis zu googlen. Vielleicht 20006?

Apropos Tom Cruise

Auf Operation Clambake erfährt man alles über ihn, seine "Religion" und seinen Wahnsinn. Tonnenweise Informationen! Und die Inspiration für diese Aktion von irgendjemandem.

10.07.05

Idomeneo

...in der Staatsoper Stuttgart ist ein furchtbarer Langweiler. Zehn Meter hohe blaue Wände als einzige Kulisse schieben sich ständig hin und her und vor und zurück und in- und auseinander, bis sich endlich die gesanglich zwar meistens mittelgroßen, schauspielerisch aber bisweilen zwergenkleinen Spieler (ganz schlimm: Johan Weigel, ein typischer 1,50 Meter großer Tenor mit vollgepumpter Torerobrust, Resonanzkammer im Oberschädel, brettblödem Blick und maximal eineinhalb szenischen Gesten) völlig darin verlieren und der Zuschauer in einen schrecklich unruhigen Schlaf fällt. Meiden!

Nicht so gekonnt gesungen, aber sehr sympathisch ist der kürzlich gesneakte, mit 138 Minuten erstaunlich kurz(weilig)e Bollywoodfilm "Saathiya" mit einer umwerfenden Rani Mukherjee, die in unbewegten Bildern leider nicht ganz so gut zur Geltung kommt, einem (unfreiwillig?) komischen, aber liebenswerten Vivek Oberoi und natürlich auch einem Cameo von Shahrukh Khan. Ebenfalls empfehlenswert sind die herrlich realistischen, also düsteren "Batman Begins" mit dem unschlagbaren Christian Bale und, tatsächlich, "War of the Worlds", zumindest in allen Szenen, deren Schwerpunkt nicht auf Tom Cruise liegt, oder wenn man einfach nicht auf ihn achtet, den alten scientounlogischen Irr-

Doch noch ein geltendes Foto gefunden!

Rani Mukherjee in Saathiya

Vielleicht ist im Penthouse auch Platz für drei ...

Das Kartenhaus

Wann platzt die Blase?

Neues aus der Prawda

Etwa die Hälfte der gut eine Million Leser des "Economist" lebt in den USA, und der durchschnittliche Leserhaushalt verdient viel Geld im Jahr. Sehr viel Geld. So eine Klientel darf man nicht verschrecken. Außer zwischen den Zeilen.

In late May, the secretary-general of Amnesty International compared the detention centre in Cuba [Guantánamo Bay] with a Soviet gulag. Mr Bush called the analogy "absurd" (which it was: the gulags were essential to the operation of the Soviet state).

Ist die staatssystemische Notwendigkeit aber wirklich das Erste, was einem beim Wort "Gulag" einfällt? Oder etwas anderes? Warum erwähnt der Autor sie dann? Weil er das andere nicht widerlegen kann?

Kassandra

Zwei Wochen nach meinen Mutmaßungen über den Bischof von Ostia wird er Papst. Fünf Tage nach meiner Warnung vor einer islamistischen Stadtguerilla schlägt sie zu. Was wird als nächstes wahr? Unheimlich ...

Obwohl: Heidi Klum verläßt morgen Seal, zieht mit mir in ein Penthouse hoch über New York, und wir verlassen nie mehr das Bett ... Einen Versuch ist es wert!

04.07.05

Wozu arbeiten?

Ob Götz Werner (Link nicht mehr aktuell) in meinem Blog geschmökert hat? Unbedingt lesen!

02.07.05

Amerika sucht den Superrichter

Zeit (Link nicht mehr aktuell) für den Jihad.

The chickens come home to roost

Islamistische Stadtguerilla in Boston, Birmingham, Berlin? Dankt Zbigniew Brzezinski. Okay, und Jimmy Carter, aber ich wollte unbedingt "Zbigniew Brzezinski" schreiben. Zbigniew Brzezinski. Zbigniew Brzezinski. Zbigniew ... Jetzt laßt einem alten Mann doch seine letzten Freuden!