06.04.06

Was ist deutsch?

Das ist die Frage, die hinter all den Gesprächsleitfäden, Fragebögen, Gesinnungstests und Kraniometrien steckt, wie unter anderem Mely Kiyak glänzend belegt. Und solange Menschendarsteller wie Günther H. (für Hades) Oettinger und Edmund R. (für Rüdiger, wirklich wahr) Stoiber die Antwort nicht kennen, wie auch, in der Wüste ihres Herzens, im Beton ihres Geistes, im Eis ihrer Seele, so lange müssen sie alles Leben zertrampeln, wo immer es sich der Sonne entgegenreckt. Nennen Sie drei deutsche Philosophen, indeed, und lesen Sie sie verdammt noch mal, Sie Usurpatoren! Sie Antipoden! Anachronismen! Troglodyten!

Mißgeburten! Schandmäuler! Affengesichter!

Puuh ... Am Ende ist es wieder, wieder und wieder, seit wir uns nicht mehr an die Mauer lehnen können, seit Osama und Bush the Lesser Hand in Hand die Lupe über unsere Welt halten, die Frage, was sie im Innersten zusammenhält. Und solange wir die Antwort nicht kennen, nicht erkennen, nicht Hand auf dem Herzen, Seele auf der Zunge, Geist im Worte herausschreien, urschreien, bis in die hinterste pakistanisch-afghanische Höhle und die dunkelste Staatskanzlei hinein, so lange sind Ariernachweise unser kleinstes Problem.

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