25.06.07

Freddie Nukem

Ich gehe auf dem Bürgersteig an der linken Straßenseite nach Hause, denke darüber nach, wie ich den Eintrag direkt drunter am Besten formulieren soll, und lache darum und auch aus anderen, sehr erfreulichen Gründen wohl ein wenig vor mich her. Da schallt es "Schwuli!" von der Straße. Ich drehe mich irritiert um und sehe nur noch ein maximal zwölf Jahre altes Dickerchen in Shorts auf seinem Mountainbike davonradeln.

Wenn Freude schwul macht, bin ich gerne ein größerer Homo als Freddie Mercury. Aber für eine halbe Sekunde wäre ich lieber Duke Nukem, würde dem Pummel hinterherjagen, ihn von seinem Rad reißen, es zu einer Kugel Schrott verformen und ihm mit stählerner Faust und zwei Mundvoll Dreck für immer lehren, was es heißt, seinen Mitmenschen Respekt zu zeigen.

Man wird doch noch träumen dürfen.

Der schwarze Daumen

Immer wenn ich neue Pflanzen kaufe, komme ich mir vor, als würde ich ein unschuldig quiekendes, rosa zappelndes Ferkel nach Hause tragen. Nach Hause in Andis Wurstfabrik.

21.06.07

Neue interessante Links

Man möchte selbst in die Hölle fahren, nur um Kreaturen wie Donald Rumsfeld einen Feuerlöscher in den schlaffen Hintern zu schieben und Blondi zwei Zentimeter vor seiner Nase knurren und fletschen zu lassen.

Die geplante amerikanische Raketenabwehr kann die russischen ICBMs gar nicht treffen. Aber das weiß eigentlich außer Kurt Beck eh jeder, der seinen letzten Rest funktionierenden technischen Verstandes noch nicht in Wladimir Putins Arschloch verloren hat.

Eine ganz brauchbare Zusammenfassung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftsungleichgewichte. Trauen wir uns zu sagen, daß man das als Leser des "Economist" und selbst als Besucher dieses Blogs seit fast zwei Jahren im Wesentlichen weiß? Ja.

Die "demographische Katastrophe" ist keine. Das weiß außer Eva Herman nun wirklich jeder.

Weil in diesem Land immer Ideologie vor Pragmatismus kommt, kommt keine vernünftige Regelung zum Umgang mit Patientenverfügungen voran. Man wünscht den "Lebensschützern", fünf Monate lang unter schrecklichsten Schmerzen zu verscheiden.

Zum Abschluß noch etwas Faszinierendes: Unser Gehirn arbeitet bayessch.

Frau Ferres läßt richtigstellen

Wenn das Geld in der Abmahnkasse klingt, die Seel' aus dem Fegefeuer springt.

Man hat mir freundlich zugetragen, daß meine große Liebe etwas an dem schmeichelnden PR-Stück auszusetzen bzw. richtigzustellen hatte, das sich in der letzten Ausgabe der "DB mobil" fand, daß sich diese Richtigstellung in der neuesten Ausgabe des Zugblattes fände und daß man jetzt immer, wenn man Veronica Ferres sähe oder hörte, an mich denken und dann laut lachen müsse. Semper aliquid haeret - geht halt in beide Richtungen.

Verstohlen also in einen vergewissert noch einige Zeit stehenden Zug geschlichen, nervös nach links und rechts blickend ein Exemplar unter den fleckigen Trenchcoat geschoben und in der dunkelsten Ecke des Bahnhofes Seite 10 aufgeschlagen, der wir folgende Korrekturen entnehmen konnten:
  • Keinesfalls gibt es in Frau Ferres' Terminkalender einen Eintrag, der sie an ihren Feierabend erinnern soll, damit sie nicht vergißt, ihrer kleinen Tochter eine Gutenachtgeschichte vorzulesen. Vielmehr gibt es in Frau Ferres' kleiner Tochter einen Feierabend, der sie daran erinnern soll, ihrer Gutenachtgeschichte einen Terminkalender einzutragen.
  • Keinesfalls ist die von V.F. mitgegründete Filmproduktionsfirma dazu da, V.F. zu vermarkten. Vielmehr soll die Firma V.F.s identische, aber bis ins Mark böse Zwillingsschwester Feronika Verres vermarkten. Interessantes Faktum am Rande: Diese Verres ist tatsächlich eine Nachfahrin des berühmten und bis ins Mark korrupten römischen Politikers Gaius Verres.
  • Veronica F. macht auch gar nicht mehr so viel Werbung. Es ist auch nicht wahr, daß Oh-Zwei Ferres' Gesicht mit Industrielasern in den Mond graviert hat.
  • Und schließlich hat V. Ferres nicht etwa eine eigene Moral, sondern einen eigenen Leitfaden. Es handelt sich dabei um ein 10 cm dickes Hanftau, mit dem früher das 12.000 TEU-Containerschiff "Pearl of Kanchanaburi" im Hafen von Jakarta festgemacht war.
Mit einem seltsamen Geschmack im Mund bin ich nach Hause gegangen und habe nachgedacht. Darüber, wer das eigentlich ist, diese Frau Ferres. Wie die so tickt. Was die so in den Deutschen zum Ticken bringt und manchmal, hust, zum Austicken. Und warum eigentlich.

Erste Denkstation: dieses Interview mit einer ziemlich offenen Veronica darüber, wie Michael Douglas sie vernaschen wollte, wie Ingo Appelt sich über sie lustig gemacht hat und wie unglücklich sie in ihrer Jugend war. Und wie in einem Regenbogen spannt sich schon hier das ganze sichtbare Spektrum der Frau F. auf, von der "schönsten Frau Deutschlands" zur Zielscheibe der Nation, von der "deutschen Sharon Stone" zu Wilhelm Genazinos W- äh... M- hm... M- "Muse". Warum strahlt Frau Ferres von der Gamma- bis zur Radiowelle?

Weil ICH MEINE, DASS sie wenig Selbstschutz hat.

Für alle mitlesenden Partner und Associates: Der in Versalien gesetzte Teil verdeutlicht, daß es sich beim letzten Satz nicht etwa um eine abmahnfähige Tatsachenbehauptung handelt, sondern um meine persönliche Meinung, die nicht bedeutender oder tragkräftiger ist als meine andere Meinungsäußerung, daß ICH MEINE, DASS das deutsche Abmahnsystem das Schlechteste aus allen darin Beteiligten hervorholt und daß die, die es für sich ausnutzen, langsam und bei vollem Bewußtsein in der Hölle verbrennen werden, was ich ihnen ausdrücklich und aus ganzem Herzen wünsche.

Zurück zum Thema. Aus obiger Meinung folgt, ebenfalls meinend, daß, wer wenig Selbstschutz hat, durchlässig ist für Projektionen, Wünsche und Ängste aller Art, dadurch Gedanken und Taten katalysierend, endlich Menschen polarisierend. Spekulationen, wie und warum Veronica wurde, wie sie ist, sind müßig und möglicherweise teuer, auch wenn meine entsprechenden Vermutungen fast gerichtsfest sein müßten, wenn ich das Leben nur ein wenig kenne. Hier reicht es, festzustellen, daß die meiner Meinung nach niederen Mauern des F.schen Selbst auch das Niedere und das Innere aus ihren Betrachtern hervorholen, die eigenen Seelen in der blanken Offenheit der ihren widerspiegeln.

Hurtig über die Frage, was das für meinen Fall Ferres heißt, hinweg, zur Antwort darauf, was es für die Schauspielerin selbst bedeutet:

ICH DENKE, alles geht ihr nahe.

Darum die abrupte Ablehnung von Genazinos Stück. Darum die bis ins Bizarre detaillierten Richtigstellungen. Darum die, wie ich denke, obsessive Kontrolle des öffentlichen Images. Darum die, wie ich meine, rabiaten Rechtsmittel. Darum das, wie ich glaube, Jaulen und Beißen wie ein panisches, verwundetes Tier.

I've got a blister from
touching everything I see
The abyss opens up
It steals everything from me

Wie gut sich wohl Courtney Love und Veronica Ferres verstehen würden?

Vielleicht lesen sie ja, durch einen glücklichen Zufall, diesen Tip: Offenheit ist gut. Tausendmal lieber ein Katalysator, der die Menschen so werden macht, wie sie sind, als ein Panzer, vor dem sie sich verhärten und die Bazooka schultern. Aber je offener das Fahrzeug, desto fester muß der Fahrer sein, wetterbeständig, mit Brille gegen Fliegen, Jackie-Kopftuch fürs Haar und Fuß sicher auf dem Gas. Das kann man lernen. Das sollte man sogar lernen.

Damit man weniger zubeißen muß.

Damit man weniger kontrollieren muß.

Damit man weniger richtig stellen muß, sondern richtig ist.

Meine ich.

Weiß ich.

14.06.07

Wie ich werden will

In der U2 setze ich mich neben einen Mann und eine Frau in den späten Fünfzigern. Sie belehrt ihn, daß Bandenwerbung Werbung für Banden sei und es für Nichtmitglieder von Banden gesetzlich verboten, diese anzusehen. Er ist froh, daß er nur selten Fußball schaut und so dem Gefängnis entkommt, und fragt sie neugierig, ob das nicht Werbung für kriminelle Organisationen wäre, worauf sie antwortet, daß das ja gerade der Verbotsgrund wäre. Sie fügt eine launige Kritik von Petra Gesters Buch "Reifeprüfung" an, das offenbar eine einzige Plärrerei übers Älterwerden ist, und er sagt, daß wir gerade an einer Eckkneipe vorbeigefahren seien und daß es in denen manchmal rund gehe.

Ich muß unbeherrscht lachen, und die Frau fragt mich, was ich denn lese, und meint, daß man mehr leben solle und weniger lesen, dann steigen sie und ihr Gefährte aus.

Verliebt und bewundernd lache ich den ganzen restlichen Heimweg lang.

Ikarus

Vielleicht müssen wir auch nochmal über den hier zuerst erwähnten und da reloadeten ersten Punkt hinaus über den zweiten nachdenken.

Es ist gut, daß heute weit weniger Menschen sterben und leiden als zu jeder früheren Zeit. Es ist prima, daß Autofahren nicht mehr heißt, in seinem brennenden und zermalmten Wrack jämmerlich krepieren zu müssen. Es ist klasse, daß seine Frau zu vergewaltigen und seine Kinder zu verprügeln uncool geworden ist. Es ist großartig, daß man tatsächlich 300 Kilo schwer werden kann und länger als eine Stunde überleben, kurz, es ist wunderbar, sich aus dem vom eigenen Schweiß versalzenen Acker zu erheben und seine Flügel zu entfalten.

Doch dieselbe Wissenschaft, dieselbe Wirtschaft, dieselbe Gesellschaft, die diesen Aufschwung möglich gemacht hat, erweckt Ansprüche. Plötzlich will keiner mehr drei Stunden für einen winzigen und harten Laib Weizen mit 22 Prozent Mühlstein anstehen. Plötzlich will keiner mehr sein ganzes Leben mit einem schlagenden und saufenden Mann verleiden. Plötzlich will keiner mehr im Café von einer Bombe zerrissen werden. Keiner mehr die salzige Erde zwischen seinen Zehen spüren.

Kurz, plötzlich will keiner mehr sterben.

Und dieselbe Wissenschaft, dieselbe Wirtschaft, dieselbe Gesellschaft, die uns Flügel gegeben hat, tut alles, um uns in der Luft zu halten, und sei es, daß die Aufhängungen immer tiefer in unser Fleisch schneiden, sei es, daß wir immer kräftiger schlagen, sei es, daß wir mehr und mehr von uns in unsere Flügel geben müssen, um zu fliegen um des Fliegens Willen, unfrei und unlebend.

Aber ein Flug ist nur schön, wenn es einen Boden gibt.

Ein Leben hat nur Bedeutung, wenn es endlich ist.

Die conditio humana ist der Tod.

Und weil er das ist, kann man nicht vor ihm davonfliegen, ihn nicht verneinen und nicht verdrängen, im Gegenteil macht jeder solche Versuch ihn nur schrecklich, wie Ikarus erst erkannte, als das Meer seine Schreie erstickte und seine Tränen verschlang.

Daedalus aber starb steinalt und in erdenem Frieden mit offenen Augen, ein Lächeln auf seinen greisen Lippen, endlich mit seinem glücklosen Sohn vereint zu sein.

Haben wir die Weisheit, weniger zu sein wie Ikarus.

Haben wir den Mut, mehr zu sein wie sein Vater.

Begrüßen wir den Tod, wenn er kommt.

Den Schenker von Leben.

10.06.07

From Hell

Auf der Rückfahrt von der diesjährigen Deutschen Debattiermeisterschaft, über die noch in vielerlei erfreulicher Hinsicht zu bloggen sein wird.

Doch die Stimmung sinken und schwelen läßt der Zug, in dem es keine Klimaanlage gibt, die Toiletten überlaufen und die Menschen sich bis in die Durchgänge hinein die Beine plattstehen. Neben mir sitzt ein Ehepaar mittleren Alters, und zuerst fällt mir die Frau auf: Ihre blumig bunte Bluse hängt an ihrem molligen Leib wie verzweifelt fröhlich an einen Gekreuzigten gehängte Christbaumkugeln. Ihr Blick scheint ständig flüchten zu wollen, weit, weit weg. Ihre Stimme klingt mehrfach gebrochen, und ihre Haltung ist unterwürfig wie die des gemeinsten Sklaven. Als sie ihrem Mann eine Brezel reicht, sehe ich, warum.

Er hat das knorrige und verbrauchte Gesicht eines Hirten, der in den unerbittlichsten Bergen lebt, und die passende Kleidung dazu. Die latente Aggression eines verwundeten Tieres spricht aus jeder seiner fahrigen Gesten, und seine große Nase leuchtet rot. Als er und seine Frau bei einem Halt für eine Zigarettenlänge aussteigen, weist er den jungen, informatisch angehauchten Mann mir gegenüber an, ihre Plätze besetzt zu halten. Dennoch setzt sich ein zugestiegener, pubertierender Schwarzer auf den Platz des Mannes und läßt sich auch durch wiederholte Ermahnung nicht vertreiben. Ich bin drauf und dran, dem Informatiker beizustehen, aber mehr noch möchte ich in meiner sittenlosen Neugier durch diesen fast idealen Versuchsaufbau erfahren, ob der Hirtenmann ein Schläger ist oder nur ein Säufer, so wie man auch an Verkehrsunfällen nicht vorbeifahren kann, ohne nach den Opfern zu gaffen.

Die Frau schleicht sich in ihren Sitz zurück und versucht in angstvoller Erwartung des Kommenden unsichtbar zu werden, der Hirte kommt vom Leben gebeugt angeschlurft, sieht den Pubertären, und wie erwartet nimmt die Konfrontation ihren lehrbuchhaften Lauf, nach weniger als einer halben Minute ist die erste rassistische Beleidigung gefallen. Fast habe ich meine Antwort, da springt ein Schwarzer in den Dreißigern von hinten auf, befiehlt dem Jungen, sich umzusetzen, beschimpft den Hirtenmann als Alkoholiker, den er bis zu sich riechen könne, als Versager, der saufe und saufe, während er, Bannerträger des preußischen Geistes, arbeite und arbeite.

Wie so oft in seinem Leben zerschmettert setzt sich der Hirtenmann, und seine Frau sieht in die Ferne. Ich kann mein schlechtes Gewissen der Untätigkeit später etwas besänftigen, indem ich ihm, als er zu einer beleidigten und rassistischen Revanchetirade anhebt, unsanft übers Maul fahre, aber am Ende, als ich, angekommen, aussteige, bleibt nicht Wut, sondern nur Mitleid, ohnmächtiges Mitleid.

Zu sehen, bis aufs soziale Atom hinab und mit nobelpreisreifer Vorhersagekraft scharf zu sehen, und doch nichts ändern zu können, im Gegenteil, durch das, was in dieser Situation zu tun war, das Elend noch fortzutreiben, warum trinkst Du, weil ich mich schäme, und warum schämst Du Dich, weil ich trinke, das heißt Ohnmacht des Mitleids, das heißt Macht der Sucht.

Ich denke noch lange an die mitgefangene Frau.

Wollte, die Welt wäre anders.

06.06.07

Wie Menschen lieben

Ein weiterer kleiner Faden in einem der inoffiziellen Hauptstränge meines Blogs...

Da mein Mobiltelefon infolge anscheinenden Virusbefalls zur Zeit in Reparatur ist, habe ich vorübergehend ein Ersatzhandy erhalten. Und darauf waren noch zwei SMS des Vorbenutzers gespeichert:

Hey schatz ich kann nicht in msn kommen weil ich muss was zu tut machen mit mein kollege ok mein schatz aber nicht sauer ja mein schatz

Und als würden nicht schon diese kurzen 135 Zeichen eine kavernöse Unterwelt tiefster psychologischer Abgründe eröffnen, setzt der anonyme Autor mit seinem zweiten Stück noch eine geradezu dadaistische Pointe drauf:

O mein schatz was machts du denn ich weiss das du bist schon arbeite schatz heute und morge hab ich frei aber des freut mich nicht weil du bist arbeite ich bleibe zu hause des ist nicht schatz.ich liebe dich mein schatz und liebst du dein schatz? Schatz ich ruf dich später an ok mein schatz

Man fragt sich, wie Gespräche zwischen dem harten Arbeiter und seinem Schatz verlaufen, und möchte inständig einem lauschen. Man verzweifelt über die Menschheit und möchte jeden an die Wand stellen, der sein Liebstes "Schatz" nennt. Man lacht, weil man sich auch ein bißchen freut, daß selbst Leute, die nur einen Schwanz und einen Daumen haben, glücklich werden können. Und man bloggt. Der ganze Kosmos der conditio humana in einem winzigen Werk, besser und kürzer als jedes Buch und alle Musik. Vivat SMS!

03.06.07

Großraumdisco

Zum ersten Mal in einer solchen gewesen...

Wenn ich im häßlichsten und deprimierendsten Industriegebiet der Stadt stehe, merkt keiner, daß ich die Arschritze eines Architekten fettig und braun heruntergeflossen und Gebäude geworden bin.

Wenn ich ein Hawaiihemd trage, sieht niemand meinen 50 Jahre alten Bierleib und mein Pädophilengrinsen, umso weniger, wenn ich im Halbdunkel unter der Treppe lauere, um ab und zu unter einen allzu kurzen Rock linsen zu können.

Wenn ich einen gynäkologischen Ausschnitt anziehe, sieht niemand die Angst und das Kind in meinem Gesicht. Oder daß ich keine Ahnung habe, wozu ein Kajalstift gut ist.

Wenn ich mit meinem zwei Nummern zu großen 100-Euro-H&M-Polyesteranzug auflaufe, bin ich der Mac, und ich kann für ein paar glückliche Stunden meinen Sackgassenjob als D2-Handyverkäufer oder Callcenter-Agent vergessen.

Wenn ich die ausgelutschtesten Hits der 80er und 90er auflege, tanzen die Zombies und wundern sich nicht, daß mein letzter kreativer Akt darin bestand, als Zweijähriger mit meinem eigenen A-A Bilder für Mami zu malen.

Wenn ich meine Brust aufpumpe wie ein Frosch, frißt mich hoffentlich kein Storch.

Wenn ich mein gesamtes Geschäftsmodell auf die erbarmungsloseste Offenlegung der Nachtseite der Menschheit auslege, kann ich mehr tröstenden Alkohol verkaufen.

Nie mehr!

02.06.07

Ein neues Projekt

Under construction!

Mein neues Projekt

Pride and Prejudice

Wieso hat mir in meinem bald 28-jährigen Leben eigentlich nie jemand gesagt, wie absolut großartig Jane Austen und ihr Meisterwerk sind? Sie rühmen, hieße einen Wodka in Lindsay Lohan schütten bzw. Eulen, Athen usw., darum beschränke ich mich auf das Lobpreis der folgenden eleganten Beobachtung, die so wahr wie glasklar ist und über die noch hier und da zu bloggen sein wird:

If gratitude and esteem are good foundations of affection, Elizabeth's change of sentiment will be neither improbable nor faulty. But if otherwise, if the regard springing from such sources is unreasonable or unnatural, in comparison of what is so often described as arising on a first interview with its object, and even before two words have been exchanged, nothing can be said in her defence, except that she had given somewhat of a trial to the latter method, in her partiality for Wickham, and that its ill-success might perhaps authorise her to seek the other less interesting mode of attachment.

Jane, Du verstehst mich!