Und vielleicht ist das der Punkt - sehr menschliche Geschichten im Angesicht unfassbarer Vernichtung, um zu vergegenwärtigen, was wir verlieren würden, wenn es soweit käme. Diese verbundenen Geschichten sind vom tollen Ensemble meist gut gespielt und inszeniert, wenngleich teils langatmig und narrativ lückenhaft, und ich bin nicht ganz sicher, ob meine wohlwollende Bewertung nicht nur ein Artefakt des Kontrastes zu den gesunkenen Standards jüngerer Filme ist - "Alles ist ausgeleuchtet, ich höre die SchauspielerInnen, sie verhalten sich wie Menschen, und nicht alles ist CGI: fünf Sterne!" Dennoch ist "Deep Impact" letztlich eine sehenswerte, kontemplative Geschichte darüber, was unsere Spezies in unseren besten Momenten ausmacht, zu dessen Präsentation der tödliche Komet nur das wie zufällig gewählte Mittel ist. Das mag einen befriedigt zurücklassen oder nicht.
22.06.2025
Andis Kritiken #31: Deep Impact (1998)
"Deep Impact" interessiert sich eigentlich gar nicht so sehr für den Kometen, der die Erde zu zerstören droht, jedenfalls bedeutend weniger als der im gleichen Jahr herausgekommene, sattsam bekannte Actionfilm "Armageddon". Zuerst geht es um Téa Leonis Karriere bei einem jungen Fernsehsender, wie sie beharrlich einer großen Geschichte nachgeht, und um die schwierige Beziehung zu ihrem Vater Maximilian Schell. Dann kommt Morgan Freeman als US-Präsident herein und stiehlt den Fokus mit einer nach Art von "The West Wing" unrealistisch optimistischen, kompetenten und humanistischen Darstellung der Reaktion der Regierung auf den auslöschenden Himmelskörper. Danach geht es um Robert Duvall als Altastronauten und wie er sich nach und nach den Respekt seiner jungen Besatzung auf dem Weg zur Zerstörung des Kometen erwirbt. Und nachdem diese scheitert, geht es noch ein Weilchen um die junge Romanze zwischen Elijah Wood und Leelee Sobieski in sehr turbulenten Zeiten, bevor wir etwas Meteoritenaction sehen.
Und vielleicht ist das der Punkt - sehr menschliche Geschichten im Angesicht unfassbarer Vernichtung, um zu vergegenwärtigen, was wir verlieren würden, wenn es soweit käme. Diese verbundenen Geschichten sind vom tollen Ensemble meist gut gespielt und inszeniert, wenngleich teils langatmig und narrativ lückenhaft, und ich bin nicht ganz sicher, ob meine wohlwollende Bewertung nicht nur ein Artefakt des Kontrastes zu den gesunkenen Standards jüngerer Filme ist - "Alles ist ausgeleuchtet, ich höre die SchauspielerInnen, sie verhalten sich wie Menschen, und nicht alles ist CGI: fünf Sterne!" Dennoch ist "Deep Impact" letztlich eine sehenswerte, kontemplative Geschichte darüber, was unsere Spezies in unseren besten Momenten ausmacht, zu dessen Präsentation der tödliche Komet nur das wie zufällig gewählte Mittel ist. Das mag einen befriedigt zurücklassen oder nicht.



von 5 Sternen
Und vielleicht ist das der Punkt - sehr menschliche Geschichten im Angesicht unfassbarer Vernichtung, um zu vergegenwärtigen, was wir verlieren würden, wenn es soweit käme. Diese verbundenen Geschichten sind vom tollen Ensemble meist gut gespielt und inszeniert, wenngleich teils langatmig und narrativ lückenhaft, und ich bin nicht ganz sicher, ob meine wohlwollende Bewertung nicht nur ein Artefakt des Kontrastes zu den gesunkenen Standards jüngerer Filme ist - "Alles ist ausgeleuchtet, ich höre die SchauspielerInnen, sie verhalten sich wie Menschen, und nicht alles ist CGI: fünf Sterne!" Dennoch ist "Deep Impact" letztlich eine sehenswerte, kontemplative Geschichte darüber, was unsere Spezies in unseren besten Momenten ausmacht, zu dessen Präsentation der tödliche Komet nur das wie zufällig gewählte Mittel ist. Das mag einen befriedigt zurücklassen oder nicht.
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