24.06.2025
Andis Kritiken #32: Valerian and the City of a Thousand Planets (2017)
Luc Besson ist bei Science Fiction ein französischer George Lucas, d.h. mit einer großartigen, wenngleich etwas leichtgewichtigeren Imagination gesegnet, unfähig, Schauspieler:innen gut zu führen und ebenso, nicht völlig leblose und hölzerne Dialoge zu schreiben. Z.B. in "The Fifth Element" wurden diese schlechten Eigenschaften noch durch charismatische Akteure und eine klassisch gute Story herausgerissen, aber z.B. in "Lucy" verwandelt sich Scarlett Johansson am Ende in einen bedeutungsschwangeren USB-Stick (sic), und hier ist der Film in der Mitte gut eine Stunde zu lang inklusive einer unerklärlich langen Burlesque-Szene mit Rihanna und wird durch Dane DeHaan, einen auf Temu bestellten James McAvoy, und Cara Delevingne, eine Nepo-Baby-Kopie eines Supermodels, mehr schlecht als recht, nämlich ohne Chemie oder glaubwürdiges Ausfüllen ihrer Rollen zusammengehalten, wobei sie noch einige der plumpsten Expositionsdialoge der Filmgeschichte aufsagen müssen, während sich Clive Owen einfach nur seinen Scheck abholt. Das ist insgesamt schade, weil hier im Kern eine gute Geschichte drinsteckt und die audiovisuellen Produktionswerte absolut überragend kreativ und wunderschön sind, so dass sie auch ohne Dialoge verstanden und genossen werden können. Das sind die besseren Momente von "Valerian".


von 5 Sternen
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