26.06.2025

Andis Kritiken #34: Akira (1988)

Die Cyberpunk-Vision eines unruhigen Neo-Tokyos mit gewalttätigen Protesten, kriminellen Jugendbanden, glitzernden Wolkenkratzern und mysteriösen Espern wird in "Akira" mit so viel Sicherheit und Selbstbewusstsein verwirklicht, dass dieses Meisterwerk Katsuhiro Otomos zurecht bis heute sehr stilprägend ist. Und auch unter der dystopischen Action-Schale mit toller Musik findet man eine berührende Geschichte über den Wunsch nach Anerkennung und dass, was zählt, letztlich Freundschaft und Mitgefühl sind. Schließlich ist "Akira" wohl eine der eindrücklichsten künstlerischen Verarbeitungen des kollektiven Traumas der auf Japan abgeworfenen Atombomben als ein durch Menschenverachtung hervorgerufenes Inferno, das durch Menschenliebe geheilt werden muss. Eine bleibende Botschaft.

***** von 5 Sternen

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