20.05.2007

D'r Vaueffbeh isch Meischter

Wir Fans von Marcus Maximus sind den dummen und hässlichen Anhängern von Tullius Crassus klar überlegen.

Aus Germanien sind diese Woche wieder 400 Holzsärge heimgekehrt.

Die Frauen werden nie die Retiarii-gegen-Secutores-Regel verstehen, selbst wenn sie sich noch so oft von Maximus' "Schwert" aufspießen lassen.

Senator Primus Perversus wurde mit einer toten Vier- und einem lebenden Siebenjährigen im Bett erwischt.

Tullius Crassus hat mit der rechten Hand 24,7% mehr tödliche Stöße erzielt als mit der linken und ist seit 15 Spieltagen ungeschlagen.

Der Kaiser hat heute den Senat aufgelöst ...

Wir können den Müll ruhig aufs Forum werfen, wozu haben wir karthagische Sklaven?

...und alle seine Mitglieder köpfen und durch die Straßen schleifen lassen.

Das Kolosseum fasst 50.000 Zuschauer und wird ewig unsere geliebten Spiele zeigen.

Ma-Ma-Maximus!

Pollice Verso

18.05.2007

Vor der Premiere

Nach der Premiere ist mein Kopf wieder freier, zum Beispiel zum Bloggen.

Der Menschenfeind

Videoabend 5 - Xtreme Edition

Hier die Folgen 1, 2, 3 und 4.

Man muss einen Hentai-Anime wie "Stepsister" wirklich mal wenigstens zur Hälfte (Link leider nicht mehr aktuell) gesehen haben, wenn man im Ansatz zu verstehen beginnen will, warum diese Welt so ist, wie sie ist: Wäscheklammern in den Brustwarzen und der Klitoris? Check, überhaupt kein Problem! Natursekt, Squirting und Rimming? Check, 200 Zeichner haben fünf Wochen lang nur an dieser Animation gearbeitet! Sex in allen Löchern mit der Stiefschwester und der Stiefmutter? Check, die Soundeffektabteilung macht freiwillig Überstunden! "Muschi" sagen? AUF GAR KEINEN FALL, DU PERVERSES SCHWEIN!!!1

Aber vielleicht muss das so sein, wenn Japaner aus Videos wie diesem lernen, wie man heiße Gaijin-Frauen aufreißt:

Auch der Flashkünstler David Firth macht ziemlich geniale und morbide Filmchen wie dieses hier.

Fast grenzenloses und unglaublich beneidenswertes Talent kann man auch in Leni Riefenstahls "Triumph des Willens" beobachten, der tatsächlich frei online verfügbar ist. Wie der Führer einem Messias gleich aus den Wolken herabsteigt, über Nürnberg fliegt, in dessen breiten Straßen schon die Massen prozessieren, von ekstatisch leuchtenden Gesichtern jubelnd begrüßt, durch Spaliere über Spaliere mit der rechten Hand grüßender Bürger gefahren und mit einem Fackelzug geehrt wird, das bedarf überhaupt keines Sprecherkommentars, um eindrücklichst zu wirken. Die kernigen deutschen Burschen und die heranwachsenden Jungen beim Frühsport und an der Gulaschkanone (wogegen die feisten Perversengesichter der Nazifunktionäre natürlich deutlich abfallen, aber you go to war with the army you have), die Arbeitsmänner "aus Pommern", "von de Waterkant" und "vom Schwarzwald", die für ein Volk, einen Führer und ein Reich mit ihren Spaten stehen, dann eine Fackelparade der SA, am nächsten Tag Ariadne von Schirachs Großvater mit Schweißflecken und Hitler vor der Jugend, wieder durch grüßende Massen zu einer Militärparade, ein Meer von Flaggen auf dem Weg zum Parteitagsgelände, eine mitreißende Rede unter dem Reichsadler, wieder Fackeln, der dritte Tag ist zu Ende.

Hunderttausende Menschen wie Bauklötze, in ihrer Mitte der Führer, der Reichsführer-SS und der SA-Stabschef, Flaggen, Marschieren, Reden, Brüllen, Jubeln, Weihen, endlich die Thronsaalszene aus "Star Wars", ein berührter und energischer Hitler beschließt die Ordensmesse, mit gen morgen marschierenden Truppen unter der strahlenden Sonne der Swastika und den Lerchentönen des Horst-Wessel-Liedes endet das Meisterwerk, und in inniger Liebe zum Führer starrt man fassungslos in den schwarzen Schirm. Der beste Film aller Zeiten. Der schlimmste Film aller Zeiten.

10.05.2007

Andis Namen bei Starbucks 3

Hier Teil 1 und Teil 2.

Weil ich es jetzt endlich mal geschafft habe, zum Kurieren meiner diversen Zipperlein zum Arzt zu gehen, weil die Frau Doktor mich bei der ausführlichen Anamnese gleich gefragt hat, ob ich ein Heilmittel für HPV kenne, nackte, bemalte Brust, Tomahawk und Fransenkilt ohne was drunter heißt aber Krieger und nicht Schamane, Bleichgesicht!, weil er über Hypochonder auch gut Bescheid wußte und weil wir dieses Jahr am 18., 19. und 20. sowie am 23., 25. und 26. Mai jeweils um 20 Uhr im K4 der Universität Stuttgart sein schönes Stück "Le Misanthrope" ("Der Menschenfeind") aufführen werden, zu dem alle Leser sehr herzlich eingeladen sind, mehr Informationen hier, ist es an der Zeit gewesen, mich "Jean" zu nennen.

Vorkochend

Mmm, lecker!

05.05.2007

Vorkochen

Ich habe in meiner seit meinem Studienwechsel unaufhaltsam und galoppierend fortschreitenden informationstechnischen Degeneration natürlich erst jetzt entdeckt, dass ich ja jederzeit Blogeinträge als Entwurf auf Vorrat produzieren und sie auch erst veröffentlichen kann, wann und vor allem in welcher Reihenfolge ich will. So kann ich bloggen, was ich will, wenn ich die Zeit dafür habe, und meine Leser kriegen trotzdem regelmäßig etwas Gutes und Passendes auf den Tisch, hier verdirbt ja nur wenig. Prima Sache.

02.05.2007

Das Geräusch beim Klatschen einer Hand

"Plap".

Harvard: Andis Soapbox hat recht

Schon recht, niemand mag den Streber, der neben den rauchenden Ruinen steht und Näh-Näh macht. Und ich will mich wirklich mühen, weniger zu schimpfen und mehr zu erklären, warum ich wüte. Und das Paper lässt in seiner akademischen Tiefe erstaunlicherweise durchaus zu wünschen übrig.

Aber dass die offene und demokratische Gesellschaft Israels zum Dank für ihre Transparenz während des Libanonkrieges im letzten Jahr von der westlichen Öffentlichkeit wiederholt ungewollt in den Arsch gefickt wurde wie ein Schweizer Buchhalter in einer Zelle mit dem dreifachen Raubmörder Bubba McRagecock, während der Terrorist, Despot, Sektierer und Menschenschlachter Hassan Nasrallah und seine iranischen Sponsoren brüllend lachend danebenstanden und warteten, bis Bubba zwei Stunden später auf Knien angekrochen kommen, mit einer lächerlichen Fistelstimme aus seinem 200-Kilo-Leib und unter Tränen darum bitten, darum flehen würde, es ihm so richtig, so wirklich richtig zu besorgen, das habe ich mindestens dreimal geschrieben.

Und es ist schwer, angesichts dieses täglichen Geschehens, bis heute, bis heute sind die zu Beginn des Krieges entführten israelischen Soldaten Goldwasser und Regev nicht frei, nicht instinktiv die Faust um einen Stein zu ballen, um dieses widerwärtig feige und fette westliche Schwein endlich zu erlegen.

Doch wer nicht König Davids Glück hat, muss Krieger hinter sich haben.

Also lest das Paper.