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22.08.2006

20.08.2006

Moviebazaar half ...

...mit dieser guten alten Infoseite Leser A. B. und seinen Freunden, den zweiten Platz bei der Alt Ruppiner Korsofahrt, was immer sie sein mag, zu gewinnen. Glückwunsch!

Papa Schlumpf ist böse!

Krankheiten der Zivilisation

Calvin auf Ritalin

Wie man wilde Kinder mit Glückspillen zu artigen kleinen Robotern macht. Und wie man, weil mann es nicht bringt, die weibliche Orgasmusfähigkeit pathologisiert.

P.S.: Die den zweiteren Artikel in der Printausgabe bebildernden Fotos sind von Petter Hegre und wie alle seine Werke, vor allem die mit Luba Shumeyko, f'ing scharf. F'ing.

Über das Leid von Heimkindern in der frühen Bundesrepublik

Erschütternd. Und bezeichnend, dass zuerst eine gewisse Ulrike Marie Meinhof dagegen protestierte und ein gewisses Paar Baader und Ensslin etwas dagegen tat.

Die besseren Amerikaner

So ist ein großartiger Artikel in der sonst leider oft nicht so großartigen "Neon" über das Amerikabild der Deutschen überschrieben. Das gerade in seiner vollkommenen Verzerrung der Realität zu den klarsten Kommentaren der Ignoranz einlädt. Das impotentes Schmollen statt überpotentem Machen höchst kultiviert und gleichzeitig zutiefst neidet, obwohl die Deutschen und die Europäer, wollen sie wirklich Frieden in der Welt, nichts mehr müssen, als in die Richtung von Letzterem zu gehen, von mir aus ruhig schmollend, aber 200 Franzosen auf einer Handvoll deutscher Nussschalen schmiert sich Hassan Nasrallah zurecht und mit Genuss in die Zotteln seines Bartes.

Mehr zur Wirklichkeit und dem Zerrbild der USA im schönen Bericht einer Auswanderin.

Stell Dir vor, es ist Tschernobyl ...

...und keinen interessiert's. Herr Quality bloggt bemerkenswert über diesen äußerst ärgerlich verharmlosenden "Zeit"-Artikel über den Forsmark-Störfall und hat hier und auch da weiteres wichtiges Wissen zum Thema. Wir können dem Sicherheitsinspektor aus Sektor 7G den Technikern, die sich über die Vorschriften hinweggesetzt und darum noch rechtzeitig die rettenden Knöpfe gedrückt haben, nur auf Knien danken. Für unser Leben.

Update [24.08.06]: Vielleicht ist der Fall doch weniger dramatisch oder auch noch dramatischer als gedacht. Warten wir den Abschlussbericht ab ...

Interessante Interviews mit berühmten Leuten

Oskar Roehler über seinen leider ziemlich feigen "Elementarteilchen" und den ziemlich mutigen und ziemlich verrückten Michel Houellebecq, Shakira darüber, warum man mit dem Po wackeln muss, um über globale Gerechtigkeit sprechen zu können, more power for you, Baby, und Franz Xaver Kroetz wahnsinnig unterhaltsam und unterhaltsam wahnsinnig über seine Frauen, sein Leben und seine Wut.

16.08.2006

Hassan hat 'nen Harten

Und mehr als das.

Sayyid Hassan Nasrallah sitzt in einer Höhle irgendwo südlich des Litanis und masturbiert wie ein Affe, wie ein wilder Affe zu Bildern George Bushs und Jacques Chiracs. Niemand, niemand hat ihm je den Arsch so gründlich ausgeleckt, seine Scheiße so gierig hinuntergeschlungen und ihm dann zwischen braunen Zähnen hervor, aus stinkendem Munde, auf wundgescheuerten Knien und unter strömenden Tränen gedankt, seine Bitch sein zu dürfen, heute und immerdar, wie diese beiden. Er lacht, lacht, lacht und schrubbt noch etwas fester, als er daran denkt, wie ihm der Franzose scherzend sagte, er werde seinem wilden Treiben bald mit der Fremdenlegion ein Ende setzen, und der Amerikaner mit mahnendem Finger beipflichtete, bevor sie weiter zuzelnd an seinen Würsten saugten. Er springt herum, in ungläubig trunkener Freude, dass der Sieg tatsächlich sein ist, und oh, was für ein Geschenk sie ihm dafür gebracht haben, die Bewunderung der gesamten arabischen Welt und den ganzen, ganzen Südlibanon, alles sein, nur sein! Sein Gesicht glühend, dreht er sich zum riesigen Spiegel an der Wand, und als er erinnert, dass auf der anderen, durchlässigen Seite der Jude steht, in totaler, versteinerter Schreckensstarre, weil der Good und der Bad Cop ihn, Hassan, bis zur Neige leergelutscht haben, als pisse er Nektar, als schisse er Ambrosia, da kommt es ihm endlich, in Welle nach Welle, in einer unendlichen Folge köstlicher, himmlischer, hohnlachender Orgasmen des Terrors.

Der Sieger

Das perfekte Perpetuum mobile. Jetzt auch als Vibrator.

12.08.2006

Zwei Haussklaven

Heute endlich auch den versehentlich veröffentlichten Briefroman im Postfach gehabt, über den halb Deutschland böse lacht: Schadenfreude ist ein unübersetzbares Wort. Dennoch ein wenig Textkritik.

Von: Gerloff Anica
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 09:43
An: Schöffel Christina
Betreff:

Morgen schnitte!;o)

ServiceCenter Nürnberg
Gerloff, Anica

Mit einem kleinen Morgengruß lässt sich das große Drama unauffällig an, offenbart aber schon im ersten, ohne Leerstelle direkt hinter das Ausrufezeichen gesetzten Smiley so verwegene Verachtung für die hergebrachten Regeln der deutschen Sprache wie leidenschaftliches Brennen für kreatives Newspeak, Oxymoron hin oder her. Doppelplusgut d00d!!1

Von: Schöffel Christina
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 09:44
An: Gerloff Anica
Betreff: AW:

Na Baby, alles klar?
Bin nur irgendwie müde und hab Ohrenschmerzen.
Martin war gestern abend ne dreiviertel Stunde da. Hatte mich extra rasiert und dann wollte er mich net. Hatten schon bestimmt 2 Wochen keinen Sex. Na ja. Kann man nichts machen.

Wie war dein Abend so??

Nur eine Minute später kommt Christina, die tragisch von schlimmsten, pochenden Ohrenschmerzen (Tumor?) gepeinigte zweite Heldin, umstandlos zur rasierten Sache, und wir ersparen uns diesmal noch eine Erörterung der drängenden Frage, weshalb erwachsene Männer eigentlich von kleinmädchenglatten Labien angetörnt werden sollen, aber warum nur klappt es nicht mit Martin, obwohl sie doch 45 Minuten lang alles getan hat, was sie tun konnte, was wollen diese Kerle eigentlich noch???ß

Doch kaum eine Viertelstunde später weiß ihre Freundin Anica schon erstaunlich knackigen und pragmatischen Rat, obwohl sie viel Aua in ihrem runden Köpflein und auch ganz, ganz schlimme "Kustenanfälle" hat:

Von: Gerloff Anica
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 09:59
An: Schöffel Christina
Betreff: AW:

Ja süße, ich hab kopf aua, zahnschmerzen und halsweh mit starken kustenanfällen und jetzt frag nochmal! Ne, müde bin ich net, bin schon fit!Hab ja au erst um 9 angefangen!

Doch, was sagen!

Prima! Aber leider, si tacuisses ...

Kann doch net angehn. Ihr seit erst 1 1/2 Jahre zam, wie soll denn das nach 10 Jahren werden?Aller 4 Monate mal? Der soll sich auch mal en bisschen zam reißen!

Richtig, weil nichts eine schlaffe Beziehung und einen selbigen Penis wieder aufrichtet wie wütende Appelle, sich endlich mal "zam" zu reißen. Doch vielleicht ist das ja so in Kreisen, in denen einfachere Kausalitäten zu wirken scheinen als in jenen, die Wörter wie "Kausalitäten" benutzen ...

Der wird's sichs wohl jeden tag machen, dass ers net von dir willl oder was?Wenn ich mich rasiert habe und dani fässt nur dahin und merkt das, wird er sofort rattenscharf und will sex. Da muss ich garnichts weiter tun! Wir haben auch unsere bedürfnisse als frau und wolllen befriedigt werden und aller 2 wochen is echt aweng arg!

Hab mich lieb!

Ach Mädchen, warum muss Dein Braun das Surrogat Deiner Begierde sein, kannst Du sie nicht, wie Du oben doch noch so richtig erkannt hast, selbst nennen? Fällt Dir doch sonst nicht schwer, frei zu sprechen ...

Schön, hatte sex ;o)
Haben Pizza gegessen. Haben noch CSI geschaut und wassermelone gefuttert und uns vorher nackert gemacht! [...]

Ich frage mich oft, wie man angesichts einer solchen Realität noch Satire schreiben können soll. Doch solche Details rauschen an Christinas heftig pochenden Ohren einfach vorbei:

Von: Schöffel Christina
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 10:02
An: Gerloff Anica
Betreff: AW:

Ja fands auch schade. Aber er war anscheinend sehr müde. Hatte den ganzen nachmittag gelernt und war davor in derFH. War auch recht enttäuscht. Er sagt es liegt am Stress und da vergeht ihm eben jede Lust. Muss ich wohl zu hinnehmen. Hab im Moment halt auch keine Lust von mir aus was zu machen um ihn heiß zu machen, weil ich keinen Bock auf ne Abfuhr habe. .. .. Bei Sebastian war das anders. Der is da acuh immer glei rattig geworden. Schon wenn er mich gesehen hat.Was solls. [...]

Ja, Hingabe ist das Los des Weibes! Gott bewahre eine "Abfuhr", dann schon lieber stumm weiterlächeln und allen Frust, allen Ärger runterschlucken, bis er ein kleiner, heißer Ball unter den Füßen ist. Richtig, Anica?

Von: Gerloff Anica
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 10:32
An: Schöffel Christina
Betreff: AW:

Ja, das glaub ich, aber ich wäre auch sehr enttäuscht gewesen, wenn ich seit 2 wochen keinen sex gehabt hätte, dann mich rasiert und chick gemacht hätte und mich mein freund scho wieder hätte abblitzen lassen. Irgendwann muss er doch auch mal wieder lust haben!Aber das stimmt, ich würde dann auch net mehr den anfang machen, weil ich angst hätte wieder ne abfuhr zu bekommen. Ich würde dann garnichts mehr machen und einfach warten bis er mal wieder lust hat und von alleine kommt!

Genau, wofür hat man denn den Braun angeworfen und sich "chick" gemacht, und selbst in Anführungszeichen sträubt sich in mir alles, dieses Wort so zu schreiben, wenn man sich dann nicht mal in seine Kemenate zurückziehen und auf Prince Charming warten kann? Klappt doch sonst auch immer!!!!1

Ja bei dani is das auch so und das find ich auch richtig so, dass er scharf werden sollte, wen er mich nackert sieht oder mich anfässt!Is ja auch richtiog so! [...]

Ganz richtiog, und wer sind wir schwachen Weiber, die göttliche und natürliche Ordnung zu stören? Wer sind wir, uns über die vom Herrn so weise und gut gemachte Welt zu beklagen? Es muss an uns liegen, dass wir so unzufrieden sind, nur an uns!

Von: Schöffel Christina
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 10:44
An: Gerloff Anica
Betreff: AW:

Ich finds auch dumm im Moment. Fühl mich ziemlich unattraktiv und unbegehrt. Warte halt jetzt ab bis er weniger Stress hat und hoff einfach dass es besser wird. Hab halt auch keinen Bock immer nur zu warten bis er ma kommt, weißte? Komm mir da echt auch blöd vor. Komm mir so langsam allgemein echt blöd vor und bin echt traurig. Fands aber schön dass er trotz dem ganzen Stress gestern nochmal vorbeigekommen ist.Hätte er ja auch net machen brauchen. [...]

Auf dieses traurige Bekenntnis hin zeigt Anica schwesterliches Mitgefühl und wiederholt ihren Ratschlag, einfach darüber zu reden, sprich mit ihm ...

Von: Gerloff Anica
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 14:56
An: Schöffel Christina
Betreff: AW:

Ja maus, so würde ich mich an deiner stelle auch fühlen, wenn mein freund mich net mehr anfassenb würde und kein sex mehr haben wollen würde!Tust mir scho echt leid maus!Gehört halt einfach dazu!

Ja, das stimmt schon, aber ich würde mich auch blöd fühlen. Hast ihm das mal gesagt, wie du dich fühlst, wenn er immer net will!??

...aber es sind wenn auch nur Glasperlen, so doch vor die Säue, und der Leser rauft sich die wenigen verbliebenen Haare in Raserei angesichts soviel beidseitig zur Schau gestellter Kommunikationsunfähigkeit:

Von: Schöffel Christina
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 15:03
An: Gerloff Anica
Betreff: AW:

Ja hab gemein dass ich mich echt unattraktiv fühle und gefragt obs an mir liegt. Und er sagte durch den Stress kann er net entspannen und es tut ihm leid

Statt ihrer verstockten Freundin nun aber gehörig den verdrehten Kopf sauberzuwaschen, legt Anica ihr eine, wenn auch recht niedrige, Meßlatte für Sex auf!

Von: Gerloff Anica
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 15:17
An: Schöffel Christina
Betreff: AW:

Naja, aber auf die dauer geht des auch net gut!Find ich gut, dass du soviel verständnis hast, hätte ich sicher net ganz so viel, aber irgendwann muss er doch auch mal wieder und du willst doch auch öfters oder net??Mir würdes zumindest so gehen, also wenigstens 1 oder 2 mal die woche braucht man doch schon oder?

Gefangen in ihrer selbstgewählten Sprachlosigkeit, kann Christina nur zustimmen und hilflos aus den Lefzen sabbern wie ein Häftling auf Wasser und Brot, vor dessen Zellentür die herrlichsten gebratenen Wildschweine, Hummer und Fasane vorbeiparadiert werden. Doch der Schlüssel steckt, Frau, er steckt!

Von: Schöffel Christina
Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 15:26
An: Gerloff Anica
Betreff: AW:

Ich könnt im Moment jeden Tag, bin irgendwie rattig wie die Sau. Ja einma die Woche haben wir auch, aber ich mag halt auch ma spontan irgendwie und ich trau mich aber net ihn zu verführen weil mir ne abfuhr zu sehr weh tut.

Aja was soll ich n machen,wenn ich nur sage was mich stört macht das alles sicher uach net besser

Nun, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, und folgerichtig sendet Anica die nächste Mail nicht nur an Christina, sondern auch an das gesamte Büro des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz Arbeitsamtes Nürnberg, nicht aber, ohne ihrer Freundin noch einmal abschließend in allem, allem beizupflichten, ihren eigenen Rat damit himmelweit in den Wind schießend:

Von: Gerloff Anica
Gesendet: Freitag, 23. Juni 2006 12:01
An: _BA-Nürnberg-SC-Vermittlung-4
Betreff: AW:

Mir geht's manchmal auch so!Gestern hatten wir zwar keinen sex, da hatte ich keine lust, nur vorgestern und heute is Freitag und da habne wir mit sicherheit, denn ich war heut früh scho rattich auf meine maus ;o) Also 3 mal die woche werden wir wieder haben, also heute und mit sicherheit am WE nochmal!

Das glaub ich maus, das würde mir auch so gehen!

Ne, da haste recht, das is bei daniel auch vergebens, auch wenns bei uns um andere sachen geht, als um liebe und sex, wenn wir problemchen haben. Da geht's eher um unordnung machen bei mir heim und kosten und sowas!

Ja, ne, warum auch sagen, was einen stört, nicht wahr, macht unser schönes kleines Heim doch so unharmonisch, und er hört ja eh nicht, jaja, lass ihn ab und zu drüberrumpeln, dann hat er seine Ruh und Du deine, lass ihn Dich ab und zu besoffen verprügeln, er entschuldigt sich doch immer so lieb, denk an die Kinder, Du kannst ihn nicht verlassen, lass ihn Dich doch würgen, würgen, bis Du keine Luft mehr bekommst, sei stumm und schlucke hinter Deinem Lächeln die ausgeschlagenen Zähne hinunter!

Die Sklaven hassen jene, die frei sein wollen. Die Peitsche für sie, die Peitsche!

31.07.2006

Israel

Récapitulons.

Am 12. Juli entführt die Hisbollah, eine hocheffektive, von Iran und wahrscheinlich auch Syrien gesponserte Guerillamiliz/Heilsarmee/Partei, nahe der libanesischen Grenze zwei israelische Soldaten, Ehud Goldwasser und Eldad Regev, und tötet drei weitere. In der Verfolgung der Entführer fährt ein Merkava-2-Panzer auf eine mit mindestens 200 Kilo Sprengstoff gefüllte Mine und wird fast vollständig zerstört. Alle vier Besatzungsmitglieder sterben.

Moment mal.

200 Kilo Sprengstoff?

Ein f'ing Merkava 2?

So ein Ding?

Holy mother...

Oh Baby, das ist nicht gut. Gar. Nicht. Gut.

Anyway, als Antwort bombardieren die israelischen Streitkräfte in den folgenden Wochen den Libanon, um die Operationsfähigkeit der Hisbollah und ihre Unterstützung in der Bevölkerung zu verringern. Die Hisbollah vergilt's mit hunderten Katjuschas und anderen, zum Teil mit Kugellagern gefüllten Raketen auf israelische Städte, um Zivilisten zu töten, und trifft am 14. Juli die INS Hanit (Speer) mit einer Antischiffsrakete chinesischer Bauart, wobei vier Matrosen sterben.

Moment mal.

Eine Antischiffsrakete?

Gegen dieses Ding?

INS Hanit

Oh, das ist schlecht. Oh, das ist sehr, sehr schlecht.

Doch wir müssen weiter im Text. Während der Konflikt voranschreitet, verfallen die westlichen Medien in ihren üblichen modus operandi, das heißt, man drischt mal wieder so richtig schön auf diese unverschämten Juden ein, hat man doch allzulange vermisst, was wagen es diese eklen Spaltpilze des Nahen Ostens auch, gegen die zu kämpfen, die sie mit Mann und Maus vernichten wollen? Können wir nicht alle Freunde sein??

Gleichzeitig lacht sich Hassan Nasrallah, dank eines Treppenwitzes der Geschichte Nachfahre des Propheten, in einem der tausend Tunnels, die die Hisbollah seit dem Abzug Israels aus dem militärischen Treibsand des Südlibanons wider dem Völkerrecht unter den Augen der wie immer gewollt impotenten UN gegraben hat, am Telefon mit seinem Juden fast noch mehr als er liebenden Busenfreund Mahmud Ahmadinejad kehlig lachend tot und bestellt noch ein paar Stalinorgeln, die er alsbald in sicherer Erwartung unvermeidlicher ziviler Toter zwischen libanesische Wohnhäuser platziert, um am nächsten Tag in der Zeitung von einem neuen, selbstbebilderten Kana zu lesen, das ihm wieder neue Rekruten und neue Spendengelder zutreibt, die er nutzt, um wieder neue Stalinorgeln zu bestellen, Mahmud - find ich gut ...

Das perfekte Perpetuum mobile.

Besser noch: Die Terrormaschine des Scheichs unterhält sich nicht nur selbst, sie generiert auch Energie, insbesondere aus jedem Versuch, sie zu stoppen. Und während die Israelis so im blutigen Kampf von Haus zu Haus verzweifelt versuchen, einen Feind auszugraben, der wortwörtlich auf dem Schlachtfeld verwurzelt ist und buchstäblich für die Guerilla geboren wurde, die libanesische Regierung wohlweislich in das Arschloch des Sayyids hineinkriecht, die Europäer in gewohnter, geschlechtskranker Impotenz däumchendrehend dem Morden zusehen und der hirntote "The Decider" weder ein noch aus weiß, lacht, hüfttief im Blut, nur einer. Und kauft noch eine Antipanzermine. Und noch eine Antischiffsrakete. Und einen Atomsprengkopf. In der Glorie des Sieges, in freudiger Erwartung der strahlenden Zukunft, unter dem milde abgewandten Blick der Welt. Ein aufhaltsamer Aufstieg.

Hassan Nasrallah

We love you Natalie!

I wanna f*** you too! Großartig.

06.06.2006

Vor deiner Haut beginnt die Fremde

Chinagarten Stuttgart

Der Garten der schönen Melodie und die Hermann-Lenz-Höhe mit oben gedenkgetafeltem Zitat, beide in der Birkenwaldstraße, sind ja f'ing perfekte Date-Orte, mit singend plätscherndem Wasserfall, endlos freiem Stuttgartblick und pittoresk im Weinberg schuftenden schwäbischen Eingeborenen! Alas, it takes two to tango. Seufz ...

Eva Herman

Die "Tagesschau"-Sprecherin und "Cicero" haben eine glänzende Satire veröffentlicht, in der eine Haussklavin die Wonnen der göttlichen und natürlichen Ordnung bejubelt, während sie vom Master ausgepeitscht und geschwängert wird. Ich habe Tränen gelacht über subtil offensichtlich gemachte Fehlschlüsse wie diesen ...

Bei beinahe der Hälfte aller Kinder in Deutschland werden anlässlich der vorschulischen Untersuchungen wegen fehlender Bemutterung deutliche Defizite wie motorische oder sprachliche Störungen, kognitive Entwicklungsbarrieren und verhaltensauffälliges Benehmen festgestellt.

...hochironische Rekurse auf jahrhundertelang fälschlich gehegte "wissenschaftliche" Vorstellungen wie diese ...

Der Mann steht in der Schöpfung als der aktive, kraftvolle, starke und beschützende Part, die Frau dagegen als der empfindsamere, mitfühlende, reinere und mütterliche Teil. In den zurückliegenden Jahrtausenden richtete die Menschheit ihre Lebensform nach dieser Aufteilung aus, die Rollen waren klar definiert.

...und das mutige Stilmittel präfaschistisch-sozialdarwinistischer Blut-und-Boden-Rhetorik, das auch den etwas begriffsstutzigeren Leser den Witz begreifen und mitlachen lässt:

Es ist eine simple, naturwissenschaftliche Feststellung: Wenn Frauen sich zunehmend zu maskulinen Wesen entwickeln, werden wir keine Nachkommen mehr haben. Wenn wir gegen die Natur arbeiten, müssen wir uns nicht wundern, wenn die Natur sich gegen uns wendet.

Bravo Eva, Deine Gedanken sind Tauben, und Deine Hirnhälften sind wie zwei Kitzlein, wie die Zwillinge einer Gazelle, die in den Lilien weiden, alles an Dir ist schön, meine Freundin! Sieh her, ich habe sogar einen Orden für Dich gebastelt:

Ein Mutterkreuz für Eva Herman

05.06.2006

Warum Superman Single bleiben muss

Super.

Andi sucht den Superbewohner 3

Hier Teil 1 und Teil 2.

Hmh, das ging ja viel schneller als erwartet, und außer dem Mäuschen, ein paar seltsam alten Anrufern und einem "City Girl" mit überdimensionaler Handtasche, Sonnenbrille und korrespondierender Verhaltensexzentrik wollten nur geradezu enttäuschend normale Menschen das Zimmer haben. Nun gut, die Nosferatus und de Sades Stuttgarts haben ja schon ein Dach über dem Kopf.

Karlsruhe rulet weiter

Warum muss mittlerweile eigentlich das Bundesverfassungsgericht unsere Grenzen verteidigen? Aber sehr lesenswerte Sätze im Urteil:

L e i t s ä t z e
zum Beschluss des Ersten Senats vom 4. April 2006
- 1 BvR 518/02 -

1. Eine präventive polizeiliche Rasterfahndung der in § 31 PolG NW 1990 geregelten Art ist mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG) nur vereinbar, wenn eine konkrete Gefahr für hochrangige Rechtsgüter wie den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder für Leib, Leben oder Freiheit einer Person gegeben ist. Im Vorfeld der Gefahrenabwehr scheidet eine solche Rasterfahndung aus.
2. Eine allgemeine Bedrohungslage, wie sie im Hinblick auf terroristische Anschläge seit dem 11. September 2001 durchgehend bestanden hat, oder außenpolitische Spannungslagen reichen für die Anordnung der Rasterfahndung nicht aus. Vorausgesetzt ist vielmehr das Vorliegen weiterer Tatsachen, aus denen sich eine konkrete Gefahr, etwa für die Vorbereitung oder Durchführung terroristischer Anschläge, ergibt. [...]


Am 18. September 2001 setzte der Arbeitskreis "Innere Sicherheit" der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder eine "Koordinierungsgruppe Internationaler Terrorismus" unter Vorsitz des Bundeskriminalamtes ein, in welcher unter anderem der Bundesgrenzschutz, das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst vertreten waren (vgl. BTDrucks 14/7206, S. 1 f.). Von dieser Koordinierungsgruppe wurden nach Angaben des Bundesbeauftragten für den Datenschutz bundesweit abgestimmte Rasterkriterien zur Entdeckung potentieller islamistischer Terroristen in Deutschland entwickelt. Die Landeskriminalämter erhoben anschließend Daten unter anderem bei Universitäten, Einwohnermeldeämtern und dem Ausländerzentralregister und rasterten die Datenbestände nach den folgenden Kriterien: männlich, Alter 18 bis 40 Jahre, Student oder ehemaliger Student, islamische Religionszugehörigkeit, Geburtsland oder Nationalität bestimmter, im Einzelnen benannter Länder mit überwiegend islamischer Bevölkerung [...]
Die Naivität der übrigens erstaunlich schnell konstituierten "Koordinierungsgruppe" ist beinahe rührend putzig, wenn sie nicht so himmelschreiend hirnverbrannt wäre: Eine wahnsinnige 41-jährige indische Maurerin kann sich also in aller Seelenruhe in der Kuppel des Bundestages in die Luft sprengen, während ihr zwei Jahre jüngerer Ehemann, ein libanesischer Assyriologe, der in seinem Leben nicht einmal laut gehustet hat, nach Hohenschönhausen Stammheim muss? Überflüssig zu erwähnen:

Die Rasterfahndung führte, soweit ersichtlich, in keinem Fall dazu, dass "Schläfer" aufgedeckt worden wären oder gar aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse eine Anklage - etwa wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung oder wegen Unterstützung einer solchen (vgl. §§ 129a, 129b StGB) - gegen eine der davon erfassten Personen erhoben worden wäre.

Vielleicht könnte das ja eventuell und möglicherweise daran liegen, dass "Schläfer" unauffällig fucking schlafen? Doch es wird noch besser:

Nach den Angaben der Landesbeauftragten [für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen], die sich hierfür auf die Darstellung des Polizeipräsidiums Düsseldorf bezieht, wurden die 11.004 so [in NRW] gewonnenen Datensätze am 5. Oktober 2001 per Kurier an das Bundeskriminalamt übermittelt. Im Rahmen weiterer Ermittlungen habe das Polizeipräsidium festgestellt, dass die von den übermittelnden Stellen gelieferten Datensätze in 1.185 Fällen nicht den Vorgaben des Beschlusses des Amtsgerichts Düsseldorf entsprochen hätten, zum Beispiel weil es sich um Frauen gehandelt habe oder die Religion als unbekannt gemeldet oder als christlich ermittelt worden sei.

Wie schon einmal geschrieben, wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts gegen eine Rektaluntersuchung, und ca. 11 Prozent irrtümlich durchwühlte Arschlöcher gehören zu einer wehrhaften Demokratie nun einmal dazu! Die Turbanbirnen sollen sich gefälligst nicht so anstellen!

So sind nach einem Pressebericht aufgrund der Ergebnisse dieser Rasterfahndung in Hamburg 140 ausländische Studenten von der Polizei zu "Gesprächen" vorgeladen worden (vgl. Frankfurter Rundschau vom 22. Januar 2002). Ein Sprecher der Hamburger Polizei habe bestätigt, dass sich das Vorgehen - welches nicht bedeute, dass die Personen beschuldigt oder verdächtigt seien - gegen männliche, in Hamburg studierende Personen bestimmter Herkunft und Altersgruppen richte. Die Vorgeladenen seien aufgefordert worden, zu den Gesprächen im Polizeipräsidium unter anderem Ausweisdokumente, Studienbescheinigungen aller besuchten Hochschulen, Mietverträge, Arbeitsbescheinigungen und Praktikumsunterlagen, Dokumente über Reisen, Bankkonto-Unterlagen und Bescheinigungen über Vereinsmitgliedschaften mitzubringen. Die Betroffenen hätten der Vorladung zwar nicht folgen müssen. Doch seien sie in solchen Fällen auf andere Weise überprüft worden [...]

I rest my case.

23.05.2006

Pete Doherty spritzt mit seinem Blut

Klingt komisch, ist aber so.

09.05.2006

Kino Kino

"Brokeback Mountain": Wie diese hellsichtige Kritik ganz richtig feststellt, scheitern in diesem zutiefst rührenden Film zwei Menschen im Angesicht einer endlos freien Natur an der Grenze in ihrem Kopf. Oh brecht sie nieder!
"Just Like Heaven": Reese Witherspoon ist die perfekte Besetzung für RomComs. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
"What the #$*! Do We (K)now!?": Wirres Propagandavehikel des 35.000 Jahre alten lemurischen Kriegers Ramtha, der von einer stark geschminkten, geschäftstüchtigen amerikanischen Hausfrau "gechannelt" wird.
"Der Rote Kakadu": Mittlerweile wissen wir doch, dass unsere Jessi ein lebhaftes, mutiges und ungewöhnliches Mädchen bezaubernd gut spielen kann. Warum muss sie es dann immer noch in jedem ihrer Filme tun?
"Elementarteilchen": "Agnes und seine Brüder", nur feiger, weit weniger charmant und mit unansehnlicheren Frauen, hier insbesondere Franka Potente, einer extrem herben Enttäuschung nach ihrem ungleich attraktiveren jüngeren Filmselbst Jelena Weber. Martina Gedeck reißt's gerade noch raus.
"Capote": Voll schwul.
"Das Leben der Anderen": Hollywoodig und eindringlich. Anna Maria Mühes Paps rules!
"V for Vendetta": Warum ist Natalie Portman eigentlich überall außer in "Star Wars" gut?

Andi sucht den Superbewohner 2

Teil 1 ist hier.

(Das Telefon klingelt.)
Ich: (jovial) "Lazar?"
Minnie: (mit kaum verständlicher, völlig verschreckter Stimme) "Maus. Ist das Zimmer noch frei?"
Ich: (kurz verwundert) "Ja." (sachlich) "Wie alt bist Du denn? Und was machst Du so?"
Minnie: (verängstigt) "25. Ich mache eine Weiterbildung." (zitternd, höchst aufgewühlt) "Ist das Zimmer auch ruhig?" (den Tränen nahe) "Ich habe Angst vor lauten Geräuschen, und bösen Katzen, und großen Hunden, und vor meinem Schatten! Am liebsten verkrieche ich mich in eine Ecke und bibbere."

Okay, zwei Sätze könnten erfunden sein und ein Name auch. Aber der Rest ist ein Werk der Wahrheit, das eines Bruno Ganz und einer Alexandra Maria Lara würdig ist!

05.05.2006

Andi sucht den Superbewohner

  • EG Burckhardtstr. 5 in Bad Cannstatt am Kurpark
  • Helle 17m² für 280 Euro warm und ca. 35 Euro Nebenkosten
  • Mit Wohnzimmer, Küche, Bad, WC und Balkon
  • Mit Parkplatz direkt vor dem Haus
  • Mit ISDN/DSL und Telefonflatrate
Lasst die Spiele beginnen!

Beim Bewohnercasting

Videoabend 2

Teil 1 hier.

Tom Cruise tötet Oprah.
Steve Ballmer: Developers, developers, developers, developers, developers, developers! Developers, developers, developers, developers, developers, developers, developers, developers!
Steve Ballmer: Yeeeeeeeeaaaasssss!

Kurt Gödel 100

Ok, schon ein paar Tage her, aber dennoch Grund genug, endlich einmal mit diesem großartigen Buch anzufangen. Bei meinem derzeitigen Terminplan könnte ich schon 2014 damit fertig sein ...

Schleifen-Quantengravitation

Ein hochinteressanter Artikel aus MaxPlanckForschung über diesen womöglichen Weg zur Weltformel.

Desmond Tutus Traum

Tatsächlich radikal. Wenn ihn doch nur mehr Menschen träumen und mehr noch, ihn endlich wirklich machen würden! Dazu demnächst mehr.

30.04.2006

Theater

Probenfoto von Der Kick

Dieses Jahr: "Der Kick" von Andres Veiel und Gesine Schmidt, ab dem sechsten Mai sechsmal, an der Uni und unter anderem mit mir. Mehr Infos hinter dem Link. Nein, es geht nicht um Fußball.

Idiot Boy

Gestern: Sieht ein verliebter Freund, wie sein Schwarm einen Freund küsst. Also Absacken in einer Kneipe, und ich, Papa-Schlumpf-Trainee seit eh und je, wiege meine Binsen im Wind, wenn's klappt, kann man's durch fast nichts nicht klappen machen, wenn's nicht klappt, kann man's durch fast nichts klappen machen, und einen Weg zu gehen ist der Weg, einen Weg zu gehen. Dennoch dankbare Aufnahme, und happy heim.

Heute: Sehe ich einen Schwarm in der Stadt, lächle und sage hallo und sie auch, aber ich gehe weiter, kehre nicht um, renne nicht zurück, pflücke keinen Ball vom bescheuerten "WM-Baum", rutsche nicht, stachlige Rose zwischen blutenden Lippen, auf den Knien über den Asphalt vor ihre Füße und umfasse nicht ihre alabasterne Hand zu einem gehauchten Kusse. Vielleicht besser so, weil a) total psycho b) absolut kitschig und c) wir beide, ich sicher, sie sicher gemutmaßt, schon mehr als genug vom Fußballterror haben. Dennoch wäre es schön, wenn Papa Schlumpf seine Rezepte einmal selbst anwenden würde, selbst wenn es Teile seines Labors kostet. Der Löscher ist ja da und voll und der Geist auch willig, allein ... Aber morgen kommt der Kessel aufs Feuer!

Masturbation 3

Dank Google Images ist dieser Eintrag seit längerer Zeit der meistgelesene meines Blogs (Teil 2 hier). Zehnmal häufiger als jeder andere. Und der zweitbeliebteste enthält das Wort "bumsen". Mind you, ich beschwere mich nicht, im Schleppnetz bleibt ab und an auch mal ein kluger Flipper hängen, aber "ich nutze das Netz nur für E-Mail": Bull!

21.04.2006

Hörspiel

Immer noch köstlich. Jetzt auch als Hörspiel.

20.04.2006

Dresden

Kruzifix, das sollte doch nur ein Scherz sein!

de.rec.film.misc - Bekannte Filme als deutsches Remake (7. 4. 2002)

Ein voriger Post hat mich auf die Idee gebracht: Wen würdet Ihr besetzen, wenn nicht die Amis, sondern die Deutschen ausländische Filme remaken würden? Natürlich fällt das vor allem wegen der Abwesenheit bekannter deutscher Schauspielerinnen schwer, aber vielleicht geht's ja doch ... [...]

"Dresden 1945": Die Hitlerjungs Ralf Bauer und Stefan Pinnow verlieben sich in das BDM-Mädel Antje Pieper, werden aber in den Krieg abgezogen, in dem Ralf an der Ostfront verschwindet. Als er von den Toten zurückkehrt, hat sich Stefan schon in Antje verliebt. Kurz bevor es zum Knall kommt, greifen die Alliierten Dresden an, und die beiden Freunde stürzen zur Flak ... Deutsche Veteranen- und Vertriebenenverbände unterstützen den Film mit großzügigen Fördergeldern, und Prof. Dr. Prof. Dr. Dr. Dr. Guido Knopp empfiehlt den Kinobesuch. Der größte Erfolg der deutschen Filmgeschichte. Bei der "Lola"-Verleihung trägt Ralf Bauer den Orden seines Großvaters.

Und was ist jetzt?

Das ZDF-Fernsehfilm-Ereignis des Jahres 2006: Der Zweiteiler "Dresden" ist ein fesselndes Antikriegsdrama und eine ungewöhnliche, bewegende Liebesgeschichte zugleich.

Ach Lolle, warum musst Du Dich für sowas hergeben? Hast Du das nötig?

Oh Lolle ...

Hör mal, "Antikriegsdrama" schön und gut, aber wer dreht denn schon Prokriegsdramen, das wäre doch mal originell, nicht wahr, "Liebesgeschichte", jaja, bist ja eine hübsche Frau, "wissenschaftliche Fachberater", schon recht, 's war so, und schlimm war's, und vielleicht tue ich Dir und Deinem Film ja Unrecht, hätte ihn wenigstens eine Minute lang sehen sollen, statt in Abscheu und Ekel umzuschalten, aber, Liebes, meinst Du nicht, der deutsche Geschichtsdiskurs stagniert schon genug, musst Du ihn noch umdrehen, aus dem Nebel des Krieges das Schwarz und Weiß Hollywoods machen, böse Nazis, gute Deutsche, böser "Bomber" Harris, guter Bomberpilot? Wann kommt eigentlich "Birkenau", "ein packendes Antikriegsdrama und eine originelle, berührende Liebesgeschichte zugleich", zwischen einer von Dr. Mengeles Krankenschwestern und zweien seiner Zwillingsversuchsopfer? Wie, geschmacklos? Wie, zynisch? Wie, absolut menschenverachtend? Sag bloß, Baby!

Tom Cruise lässt Baby gebären, isst Plazenta selbst

Ohne Worte.

17.04.2006

Im Schocken

Obergeschoss. Claire Forlani lächelt zurück. Sie ist etwas größer als ihr Ebenbild, aber mit ihren hohen, weichen Wangen und den schrägen, grünen Augen nicht minder attraktiv.

Später, Erdgeschoss. Ich sitze auf den Sesseln, in einem weiteren meiner so zahllosen wie vergeblichen Feldversuche, rauchend cool wirken zu wollen, als sich Claire und ihre Freundin zufällig mir gegenüber setzen. Wenig später verschwindet die Freundin auf die Toilette oder zum Bier, und ich nehme mir vor, zuerst den Krebsstengel aufzurauchen, ihn dann cool auszudrücken, noch cooler rüberzugehen und Claire mit einem total coolen Spruch zu erobern, denn wer außer ausgehungerten Tieren und verzweifelten Bloggern stürzt sich schon so sofort wie entwürdigend auf seine Beute? Doch ich bin noch einen halben Inch vom Filter entfernt, als die Freundin mit zwei Bier zurückkehrt und wieder ihren Platz einnimmt. Kurz danach gehen die beiden. Ich bin einfach zu cool für diese Welt!

Uncanny Valley

Warum war der "Final Fantasy"-Film so ein Flop? Hier ist der Grund. Faszinierend.

11.04.2006

Ein geistiges Würstchen

Mir träumte, ich hatte telepathische Kräfte, doch wusste ich sie zu nichts Besserem zu nutzen, als auf meinem Monitor herumzuklicken. Zeit für den Frühling.

06.04.2006

Was ist deutsch?

Das ist die Frage, die hinter all den Gesprächsleitfäden, Fragebögen, Gesinnungstests und Kraniometrien steckt, wie unter anderem Mely Kiyak glänzend belegt. Und solange Menschendarsteller wie Günther H. (für Hades) Oettinger und Edmund R. (für Rüdiger, wirklich wahr) Stoiber die Antwort nicht kennen, wie auch, in der Wüste ihres Herzens, im Beton ihres Geistes, im Eis ihrer Seele, so lange müssen sie alles Leben zertrampeln, wo immer es sich der Sonne entgegenreckt. Nennen Sie drei deutsche Philosophen, indeed, und lesen Sie sie verdammt noch mal, Sie Usurpatoren! Sie Antipoden! Anachronismen! Troglodyten!

Missgeburten! Schandmäuler! Affengesichter!

Puuh ... Am Ende ist es wieder, wieder und wieder, seit wir uns nicht mehr an die Mauer lehnen können, seit Osama und Bush the Lesser Hand in Hand die Lupe über unsere Welt halten, die Frage, was sie im Innersten zusammenhält. Und solange wir die Antwort nicht kennen, nicht erkennen, nicht Hand auf dem Herzen, Seele auf der Zunge, Geist im Worte herausschreien, urschreien, bis in die hinterste pakistanisch-afghanische Höhle und die dunkelste Staatskanzlei hinein, so lange sind Ariernachweise unser kleinstes Problem.

Ihr seid alle Individuen! - Ich nicht!

Strohmänner gegen individuelle Bestattungen (Link nicht mehr aktuell). Wer stört hier die Totenruhe?

Krummer Schwanz ab, sieht aus wie der Nike-Swoosh

Exklusive Werbeflächen für die Freunde der FIFA. Ab der nächsten WM: Exklusive Magenspülungen für Trinker des falschen Bieres und exklusive Erlaubnisse zum freiwillig verpflichtenden Kauf von mindestens fünf Brasilien-T-Shirts und zwei Hyundais.

Auf dem Preisbrecher

Der Globus der Globalisierung en miniature, auf einem Containerschiff.

Lars von Trier

Ein lesenswertes Interview mit dem etwas verrückten und genialen Meister.

Wie sieht es auf Titan aus?

Auf Titan

Jetzt wissen wir mehr. Faszinierend.

31.03.2006

Hausarbeitenterror

Warum kann mein Tag nicht einfach 36 Stunden haben?

Mit 10 Minuten! Sonstwo, meine, äh, in, in, äh ...

Edmund Stoiber erklärt die Welt. Wer's noch nicht kennt ...

Haare geschnitten

Sagt Schwester A.: "Jetzt siehst Du wenigstens etwas männlicher aus!" [Geräusch gehässigen Lachens]
Sagt Freundin M.: "Sieht eigentlich gar nicht schlecht aus!" [Geräusch leisen Kicherns]
Sagt Bekannte A.: "Sieht gut aus!" [Geräusch freundlichen Lachens]
Sagt Wildfremde K.: [Geräusch des Knutschens]

Sollte ich am Ende kostbare Jahre meines jungen Lebens auf die falsche Frisur verschwendet haben? Treppenwitz zum Herunterfallen!

16.02.2006

14.02.2006

Ein Jahr Soapbox

Wir sind's zufrieden. Und Ihr? Im neuen Jahr werden's mehr Einträge werden!

12.02.2006

Chuck Norris

Chuck Norris's tears cure cancer. Too bad he has never cried.
Chuck Norris can divide by zero.
Chuck Norris once killed a cloud.
Chuck Norris does not sleep. He waits.
Chuck Norris does not know where you live, but he knows where you will die.
Chuck Norris once visited the Virgin Islands. They are now the Islands.
We once had a bachelor party for Chuck Norris. He ate the entire cake before we could tell him there was a stripper in it.

Mehr.

Panik bei der Hajj

In meinem Eintrag über die Simulation von Fußgängerströmen hatte ich angemerkt, dass das Problem der Verstopfungen und Paniken an den Säulen, an denen die Hajj-Pilger symbolisch den Teufel steinigen, gelöst sei. Leider ist der Eingang zur Brücke, auf der die Säulen stehen, immer noch tödlich schlecht konstruiert, und das Thema bleibt tragisch aktuell. Über der gelungenen Ausbesserung eines Loches im Damm scheint man ganz vergessen zu haben, dass er längst an anderer Stelle gebrochen ist.

Mehr Informationen über Usbekistan

Hier. Usbeki-wo? Kari-wer? Lieber weiter den Bösenbush bashen, das gibt so ein wohlig-wohliges Gefühl und lässt die Welt so einfach wirken!

InTouch

Sagt Freund L. B., wir können uns nicht mehr berühren, und müssen es darum in Heften wie diesen mit den "Stars" tun, und recht hat er. Aber leicht zu lesen, viele schöne Bilder, Georges Michael und Clooney früher und heute, wie auch Nic (seltsam) und Catherine (immer bezaubernd), und ein "Interview" mit Matt Damon. Heißt es in "Team America":

MATT DAMON
Matt Damon.

Und damit ist alles gesagt.

SMS-Chats

Über den Kommunikationsmüll der Neuzeit. Habermas rotiert in Starnberg!

Videoabend

They're Taking the Hobbits to Isengard!
Stanley, der Pinguin wirbt für Miller-Bier.
Kinski: Bande von Idioten!!

21.01.2006

So

Nach Vorlesung und Mensa Coffee & Cigarettes in kleiner Runde. Reden über David Hasselhoff, über sein neues, unglaublich großartiges, mit dem hasselhoffherrlichsten Booklet der Musikgeschichte ausgestattetes instant camp classic-Album "David Hasselhoff Sings America", über "Knight Rider" und über den Crazy Frog. Viel Lachen. Doch er, Maschinenbauer aus allen Poren und heute zufällig dabei, fragt in eine kurze Stille, ob wir jeden Freitag "so" verbringen, und verlängert sie damit noch bis weit in die übernächste Unterhaltung. Yeah Baby, you bet!

Der Punkt ist aber, dass ich das Kränzchen erst seit Wochen kenne und vor nicht zu vielen Jahren dasselbe wie er wenn nicht gesagt, so doch gedacht hätte. Dabei macht das "So" wirklich Spaß, und ich freue mich jeden Tag, jeden Tag, wenn vielleicht auch außer für die maschinenbauende Außenwelt nicht so einfach ersichtlich - man kann den Mann aus dem Geek-Ghetto holen, aber nicht das Ghetto aus dem Mann -, so doch für mich, dass ich in meinem Geiste, in meinem Herzen immer weiter ins "So" gehe, sanft wie der Knight Rider, wild wie der Crazy Frog und eines fernen Tages vielleicht auch so wie James Bond, auch wenn das, siehe unten, wohl noch ein langer Weg ist. Doch das Wichtigste ist, die richtige Abzweigung zu nehmen, und allzuleicht, mit nur ein wenig anderen Umständen, und noch manchmal muss ich dringend nach dem Straßenschild sehen, hätte es auch für mich die zum Linuxkonfigurierer sein können, mit Glück wie ein Eimer Pech und Sex so oft und gekonnt wie ein Pinguin, zwei Flaschen horizontal gestapelt. Auch wenn letzteres, man soll ja nicht renommieren, momentan wenigstens hinsichtlich der Häufigkeit wünschenswert wäre: Das Außen darf fracktragend frieren nur, wenn das Innen immer in der Karibik inselt. Und das, warmes Antigua, wohltuend flüsternder KITT, grinsender 007, ein leerer Eimer, voll mit Möglichkeiten, das ist "So". Schöne Ferien!

Anmache

Vielleicht ist mein Mangel an Bondhaftigkeit ja der Grund für Anmachen wie diese: Ich renne einmal nicht in halsbrecherischer Hatz, sondern gehe gemütlich schlendernd zur U-Bahn-Haltestelle und habe eben die Straße überquert, als ein Handwerkerwagen hinter mir vorbeifährt, dessen Fahrer mich etwas seltsam ansieht. Er, jung und groß, hält an, steigt aus, nähert sich mir auf ungefähr dreißig Zentimeter - gut, manche Leute haben eben kein Gespür für die private Zone - und fragt, wo hier "die Bank" sei. Ich, hilfreich und naiv wie ein Pfadfinder, aber erst seit vier Monaten zugezogen und noch nicht allzu cannstattkundig, überlege und mutmaße kräftig, kann ihm schließlich aber nicht helfen. Er kehrt zu seinem Auto zurück, dreht sich noch einmal um und ruft mir lächelnd hinterher, ich hätte "eine gute Figur", blind vor Liebe. Reflexhafter Dank und eine halbe Sekunde später peinlich spätes Verstehen. Demnächst schaffe ich es noch, wenn mich das schwedische Synchronschwimmerinnenteam fragt, wo man hier einen Massagesalon findet, es tatsächlich zu einem zu lotsen!

Mein Gesicht ...

...soll am meisten denen Deborah Kerrs, Halle Berrys und River Phoenix' gleichen, zumindest laut dieser Website, und wenn ich andere Fotos verwende, ist manchmal sogar Grace Kelly mit dabei. Naja, könnte schlimmere Ähnlichkeiten geben als mit der Allerbesten und Allerschönsten aller Zeiten, trotzdem hätte wenigstens ein kleines bisschen James Bond dabeisein können, nur ein ganz klitze-klitzekleines bisschen ... Seufz.

Grace Patricia Kelly

31.12.2005

Guten Rutsch!

Vergesst nicht, vorher schön Eure Betten zu machen ...

Bettenmachen nicht vergessen!

...nehmt nicht zuviele Drogen auf Euren Feiern ...

Keine Macht den Drogen!

...und frühstückt am nächsten Morgen gut!

Mmm, Katerfrühstück!

Frohes Neues Jahr!

Mehr Killerspiele

Warum habe ich in den letzten fast fünfzehn Jahren, also seit ich zumindest ab und zu Zeitungen und Zeitschriften lese, nie auch nur einen annähernd so guten Artikel über Video- und Computerspiele in der deutschen Presse gesehen wie diesen im ersten August-"Economist"? Er sagt alles, was gesagt werden muss und noch mehr, pragmatisch, nüchtern, humorvoll, äußerst informativ und auf nur drei Seiten. Ein großartiges Beispiel hervorragenden Journalismus', das nichts zu wünschen oder hinzuzufügen übrig lässt. Warum schaffen die Blätter hier nie sowas?

Osama bin Schäuble

Osama bin Schäuble

Wir wollen uns von ihm nicht immer die Arbeit abnehmen und die Worte aus der Tastatur klauen lassen, aber Herr Quality schreibt mal wieder sehr viel Richtiges, diesmal zu den präventiven "Anti"terrormaßnahmen Abu Schäubles, allzu würdiger Nachfolger Emir Schilys. Dazu zwei Punkte:

1. Was mich bei all diesen Rektaluntersuchungen-sind-Antiterrorkampf-Maßnahmen am zweitmeisten verwundert, umso mehr bei einer bis weit übers fünfzigste Lebensjahr hinaus an der breiten Brust des Doktors der Geschichte Helmut Kohl gesäugten Natter wie Schäuble, ist ihre totale Ahistorizität. Man tut so, als hätten Regierungen und Obrigkeiten breite Befugnisse nie eingesetzt, und wenn, nur in verantwortlichem Maße und nur ganz genauso, wie es ihre Autoren vorgesehen haben. In dieser Weltsicht gibt es keine aufpassenden großen Brüder, keine prügelnde Wiesnwache, keine notverordnete Weimarer Republik, keinen Adolf Hitler. Sie ist also vollkommen wahnhaft.

2. Aber was mich am meisten verwundert, am allermeisten, ist die unerklärliche Angst, die unsere gewählten Hirten umtreibt. Wovor? Jaja, Terroranschläge unterbrechen die Muße und hinterlassen Flecken, aber zehn oder auch zehntausend Tote oder Verletzte lassen keinen Staat zusammenbrechen, sonst wäre morgen die WM verboten, mit dem mulmigen Gefühl kann man zumindest in Israel, Kaschmir, Tschetschenien, weiten Teilen Afrikas etc. halbwegs leben lernen, und es besteht auch keine Gefahr, dass sich die Massen jemandem anschließen, der Dieter Bohlen und Tokio Hotel für blasphemische Abscheulichkeiten hält. Obwohl ... Jajaja, wieder mal zynisch, menschenverachtend, kadavergehorchend, aber "unsere" Welt kann nicht von einem, nicht von zehntausend saudischen Bauingenieuren zerstört werden, sondern nur von uns selbst. Das wissen der Ronald McDonald des Al-Qaida-Franchises und sein CEO Al-Zawahiri natürlich und tun darum alles, damit es soweit kommt, träumend, dass ein vollbärtiger W. und eine verhüllte Condi sie als Ehrengäste in der Weißen Moschee Washingtons willkommen heißen. Es ist ein sehr schöner, reizvoller Traum: Welcher Sieg ist vollkommener als jener, in dem man sein Schwert kaum erheben muss, in dem der Feind sich jubelnd der eigenen Seite anschließt, in dem man in rauschendem Triumph in die belagerte Burg getragen wird?

Morgen, Ungläubige, wird's was geben

Doch damit er wahr wird, muss der Feind, müssen wir mitspielen, und in seiner menschenklugen, historischen Erwartung, dass wir das, ein paar Bomben hier, ein paar Enthauptungen da, nur allzu bereitwillig tun werden, ist der Terror bisher nicht enttäuscht worden, ganz im Gegenteil, dank Bauernfiguren wie Ödipus Bush, Otto-Katalog und jetzt Wolfgang ibn Osama. Was diese Kohlenstoffbeutel in ihrer Angst vor dem Tod oder gar ihrer Abwahl - oder vielleicht auch, die antinihilistischen Worte des bis in die Kleidung hinein zügig ins Mittelalter regredierenden neuen Papstes noch im Ohr, in ihrer heimlichen, hündischen Ehrfurcht vor der moralischen Pseudosicherheit des Fundamentalismus - nicht verstanden haben und auch nie verstehen werden, wenn man es ihnen nicht endlich in die Stirn tätowiert, ist, dass, was uns ausmacht, nicht unsere Sicherheit ist, davon haben Pervez Musharraf und Robert Mugabe genug abzugeben, sondern unsere Freiheit. Die zu schreiben, was man will. Die zu sagen, was man will. Die zu denken, was man will. Die zu sein, was man will. Das ist wir. Das ist Demokratie. Das ist Deutschland, und wer es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, auch wenn es, gerade wenn es der Bundesminister des Innern ist, macht sich zum Büttel, zum Narren des Terrors, hart am Rande des Artikels 20 Absatz 4: Osama bin Schäuble.

Philipp Mißfelder

Wenn wir schon bei Titanen der Unsympathie sind ...

Was muss im "Gehirn" eines "Menschen" vorgegangen sein, der mit 13 aus Begeisterung für die Politik von Helmut Kohl in die CDU eingetreten ist? Wurde er von Wölfen großgezogen, als Omega? In einem Keller verrotten gelassen? Oder musste als Kindersoldat im Kongo täglich um sein Leben kämpfen? Wie sonst kann man schon mit 13 Jahren geistig tot sein?

Studiengebühren

Ich bin auch nicht unbedingt fürs Bezahlstudium, weil mir die Vorstellung, dass Günther Oettinger, das unsympathischste Wesen, seit Saturn seine Kinder verschlang, eine Hand in meine Hosentasche steckt, einen kalten Schauer über den Rücken jagt, aber muss die hiesige Protestbewegung denn unbedingt alle Fehler ihrer Vorgänger wiederholen? Warum "muss" es immer "weiter gehen"? Warum muss man zum Demonstrieren immer seinen Humor abgeben? Und warum müssen Veteranen des "Kampfes" immer, immer borniert und stur werden? Kommt das irgendwie vom Skandieren? Oder vom Marschieren? Wann protestiert eigentlich einmal jemand gegen Protestbewegungen? Oder ist das schon wieder so sehr Gegenkultur, dass es Mainstream wird, also Oettinger? Hmm ...

Der König der Nerds

Nichts gegen Zelda und Mario, ich liebe Link und den dicken Klempner ja auch, wer tut das nicht, aber das hier geht zu weit!

Link durchs rechte Ohr

24.12.2005

Frohe Weihnachten!

Hier geht's zwischen den Jahren weiter ...

Frohes Fest!

27.11.2005

Für D.

Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund
und wenn die ganze Welt zusammenfällt.
Drum sei doch nicht betrübt,
wenn dich dein Schatz nicht mehr liebt.
Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Schönste was es gibt.

Danke, Schatz.

The Economist

Dem einen oder anderen Leser mögen meine häufigen Verweise auf die Inhalte dieses britischen Nachrichtenmagazins langsam zum Halse heraushängen. Aber in welchem deutschen Heft findet man wöchentlich Informationen zum aktuellen Geschehen auf allen Kontinenten der Welt, und ich meine Informationen zum aktuellen Geschehen auf allen Kontinenten der Welt, verknüpft mit so furchtlosen wie eigensinnigen Leitartikeln, lehrreichen Wirtschaftsnachrichten und immer wieder faszinierenden Wissenschaftsberichten, vorgebracht in einem äußerst erfrischend no-nonsense pragmatischen und wesentlichen Stil, der den Leser dennoch immer aufs Neue gekonnt zum Lachen reizt? Würde der "Spiegel" in seiner - immer nur - Anderenironie jemals einen Artikel über mutmaßlichen Kreditkartenbetrug in einem Stripclub mit der Bemerkung beschließen, dass die Spesenregeln des Magazins keine weiteren Recherchen erlaubten? Würde der "Focus", das Leitmedium aller Untoten, Zombies und anderen innerlich Verfaulten, je zu so vernichtenden und wahren Erkenntnissen über die lächerliche und weinerliche Impotenz der EU kommen wollen oder auch nur können? Und wo sonst findet man eine so kurze und doch alles Nötige ansprechende Beschreibung des Dilemmas der Sterbehilfe? In Deutschland nicht!

"Killerspiele"

Die Große Koalition will sie verbieten. Aber weil ich, als ich das letzte Mal über dieses Thema nachgedacht habe, zwei Wochen lang meine meine rechte Gesichtshälfte nicht mehr bewegen konnte - Günther Beckstein, Günther f'ing "Türken raus" BECKSTEIN will die Jugend "ohne Gewalt" aufwachsen sehen, warum zum Stoiber sprengt er sich dann nicht zuerst selbst vor der St- St- St- *GURGEL* *BLUBBERBLUBBER* *ZUCK* *ZUCK* *ZUCK*

Lest weiter bei Quality.

Rechte Lautsprecher

Wie besorgniserregend gut sie in den USA mittlerweile funktionieren, weiß Orcinus (David Neiwert) genau und macht es anhand des neuen "Buches" der konservativen Kolumnistin Michelle Malkin kristallklar deutlich.

15.11.2005

Autoimmunleiden

Anorexie und Bulimie sind vielleicht welche, berichtet der "Economist". Faszinierend.

Horst Köhler

Der Bundespräsident sagt viel Richtiges über Afrika. Offenbar liegt ihm tatsächlich etwas an diesem Kontinent. Diesem.

Gerhard Schröders Vermächtnis

Warum hast Du es nicht während Deiner Amtszeit umgesetzt? Vakuöses Arschloch. Instinktpolitiker!

14.11.2005

Im Kino gewesen. Begeistert.

"Pride & Prejudice" ist eine herrliche Verfilmung einer unübertrefflichen Vorlage mit einer großartig einnehmenden Keira Knightley, einem wundervollen Mr. Darcy, blendend aufgelegten Nebendarstellern, allen voran einem sehr rührenden Donald Sutherland, toller Musik und perfekten Bildern. Reingehen!

P. S.: Mittlerweile wissen wir endlich auch, ob dieser Film gut ist: Nein. Er ist langweilig.

Gute Links

Immer wieder einen Besuch wert sind weiterhin die herrlich schrägen PBF-Comics und das immer noch sehr süße Weblog des sich für seine knapp zwei Jahre erstaunlich gut artikulierenden Josh Heuler. Auch Herr Qualitys Blog erfreut uns regelmäßig mit so sinnigen wie wahren Worten, zum Beispiel diesem Schrei der Sehnsucht.

Luftsicherheitsgesetz 2

Sieht so aus, als würde die Klage, wie hier schon vor fast neun Monaten gehofft (Mann, gibt's uns schon lange), tatsächlich auf Erfolgskurs sein. Wäre ja auch noch schöner, wenn Otto Schily, der auf seinem Weg nun so weit nach rechts marschiert ist, dass er als Tschekist links wieder rauskommt, und seine Nachfolger im Ungeiste unschuldige Menschen straffrei ermorden dürften. Nur darum, um die präemptive Selbstentschuldung der "Elite" im Angesicht eines aufgrund ihrer Inkompetenz als unaufhaltsam empfundenen Terrors nämlich, geht es in diesem Gesetz, und um nichts anderes. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ...

Paris, cont'd

Da hat The Man nochmal Glück gehabt und die Jugend einen zu kurzen Atem. Aber was will man auch in unserer "Ersten" Welt anderes erwarten, die, die nicht rebellieren müssen, tun es immer, und die, die es wollen, können es nie. Gelöst ist nichts.

Die besten Anmachsprüche 2

(Teil 1 hier.)

"Wie heißt'n mein Retter?"
"Fred."
"Jetzt reden wir schon so lange, und Du hast mich noch nicht mal geküsst!"

Großartig. Und aus diesem Film.

07.11.2005

Dogville

Dogville im Staatstheater Stuttgart

Ganz großes Kino. Alles dabei: Buhende, die Vorstellung verlassende Zuschauer, Verstörung und Geplärre allerorten und im anschließenden Publikumsgespräch höchst erregt die "Ästhetik der Kunst" beschwörende und "Theater ist Text" skandierende "Bildungs"bürger wie frisch aus dem Jahr 1850 aufgetaut. Ich wünschte nur, ich könnte solche Enddarmbeutel ins Theater sperren, sie wie hier mit weit aufgerissenen Augen zwingen, das letzte Jahrhundert Kunstgeschichte nachzuholen, und ihnen dann ihre "Ästhetik", ihren "Text" und all ihre anderen begrenzenden, erdrückenden und kontrollierenden "Kunst"begriffe mit Genuss für immer dorthin pressen, wo sie hingehören. Wahnsinnsleistungen der Ernst-Busch-Schülerin Dorothea Arnold und Benjamin Grüters, meistens perfekte Nebendarsteller mit einem sich wie immer selbst spielenden Zvonimir Ankovic, eine bis auf ein, zwei Wurmlöcher apfelrund spektakuläre Inszenierung mit wunderbaren Liedern und zurecht brandender Applaus. Ansehen!

Paris

Wenn ich in einer dieser aus 150% Beton bestehenden Banlieues leben müsste, gegen die sich selbst die schlimmste spätsozialistische Platte wie ein unberührtes Naturschutzgebiet ausnimmt, würde ich auch Autos und Polizisten anzünden, umso mehr, je mehr der unablässig für die Präsidentschaft mit seinen geölten Muskeln spielende Innenminister in radikaler Sprache geloben würde, mich und meinesgleichen plattzumachen. Dieser Krieg ist seit Jahrzehnten durch eine kaum glaublich noch schlechter als in Deutschland gelungene Integrationspolitik hausgemacht, und entsprechend lange wird es dauern, das Feuer, das ihn anfacht, wenigstens halbwegs zu ersticken. Für den Moment kann man nur hoffen, dass kein (weiterer) Jugendlicher in den Krawallen stirbt, sonst geht's richtig ab. Brennende Autos sind ja noch harmlos ...

(Nicht) Empfehlenswerte Kinofilme Nr. 4

Hier Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Prima schnörkellos: "Allein" mit Lavinia Wilson.
Sehr eigenwillig kontemplativ: Jim Jarmuschs und Bill Murrays "Broken Flowers".
Unerträglicher, reaktionärer sexualkolonialistischer Kitsch: "Die weisse Massai", trotz Nina Hoss. Auf die gleiche Unart hysterisch und noch dazu zutiefst unlogisch: "Flightplan".
Eine furchtbare Enttäuschung, trotz Monica Bellucci: "The Brothers Grimm".
Halb aufklärerisch-realistisch, halb pupsblöde: "The 40-Year-Old Virgin".
Schwülstiger, pseudodokumentarischer Naturdreck: "La marche de l'empereur".
Gut geremaketes Horrordrama mit einer wie immer überragenden und unerreicht schönen, aber langsam besorgniserregend dünnen Jennifer Connelly: "Dark Water".

Partytime

Gut: Im Nachtbus mit einer sehr niedlichen BA-Studentin unterhalten, die dieses Meisterwerk nicht nur kennt, sondern auch liebt. Leider vergeben, aber sie hat sich über das kurze Kennenlernen gefreut. Daddy knows how to sweet-talk!

Schlecht: Auf der Party zuvor in einer Krankenschwester durch unbedacht große Klappe offenbar den Eindruck erweckt, ich glaubte, dass wir uns unterhielten, hieße, sie stünde auf mich, und entsprechend irritiert zurechtgewiesen worden, was wiederum in mir hohe Irritation auslöste. Daddy can't sweet-talk for shit!

Aber was stimmt denn nun?

24.10.2005

Alles ganz easy

Manchmal liebe selbst ich unser Land. So verkrampft lockere und doch so richtige wie wichtige Aufklärungsbroschüren kriegt sonst keiner hin. Man stelle sich nur einen Comic wie diesen mit seinem sympathisch ängstlichen Protagonisten, seinem attraktiv gelassenen Schwarm und seinem weise schwulen Kumpel in den USA oder auch nur in Südeuropa vor. Super!

Alles ganz easy!!!

Und die schenk ich dir!

23.10.2005

Usbekistan

Die USA haben immerhin eine unabhängige internationale Untersuchung des Massakers in Andijon gefordert und mussten deswegen auf Aufforderung Usbekistans ihre Truppen von einem für die Operationen in Afghanistan wichtigen Stützpunkt abziehen. Die bösen, bösen, immer menschenverachtenden, kriegfressenden und ölsaufenden Amerikaner. Doch was machen die Europäer? Andijon? Was für ein Massaker? Ja, genau.

Tierversuche

Warum sie nötig sind, macht der "Economist" auf typisch pragmatische Art plausibel.

S-Bahn-Geschichten

Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Der alte Lude, der original mit hellgrauem Trenchcoat, breitem Schnauzer, Pornobrille und unüberhörbar flüsternd mitten im proppenvollen Zug der jungen, dunkelhäutigen Frau eine Stelle in seinem Etablissement schmackhaft zu machen sucht, kriegst 12 Euro pro Stunde netto und schöne Lederklamotten gestellt, plauderst ein bisschen mit den Gästen, fängt aber erst in fünf bis sechs Monaten an, willst Du bis dahin Begleitservice machen, mit Männern essen und tanzen gehen - oder die Hausfrau, die meint, die junge Frau durch entsetztes Kopfschütteln und stummes Neinen davon abhalten zu können, dem Zuhälter ihre Nummer zu geben.

Nicht dass wir für Prostitution und ihre kleinen Geschwister wären. Aber durch erschrocken briefkastentantiges Kopfschütteln geht sie nicht weg. No señor.

Wofür wir aber mit brennender Leidenschaft sind, ist, blinden Senioren in dicken Daimlern ihre Führerscheine wegzunehmen und sie ihnen mit Lust und Schmackes in die Dritten zu rammen. So sehr wir das Alter ehren - schon wieder durch die kalte Nacht laufen zu müssen, weil ein Opa die Abzweigung verfehlt und sich auf den Bahnschienen festgefahren hat, kann solche destruktiven Gefühle leicht hervorrufen.

Jessica

Ein erschütternder Artikel über das kurze Leben der Jessica S.

21.10.2005

6 Uhr aufstehen

Es gibt keinen Gott.

18.10.2005

Masturbation 2

(Teil 1 hier.) Die Mutter aller Einträge zur Liebe und zur "Liebe" steht ja noch aus, aber wenn ein Besucher (die Autorin?) mich schon in einem Kommentar auf einen einschlägigen Artikel verweist ...

1. Es gibt keinen Grund, auf das, was bei Paris Hilton "im Bett abgeht", neidisch zu sein. Keinen. Wenn ich aus leeren Augen blickende Wesen rüde besamt und gelangweilt dicke Halme wiederkäuen sehen will, gehe ich- genau.

2. Selbstbefriedigung ist kein "Problem". Wer das mit 27 noch nicht kapiert hat, hat so ungefähr ziemlich genau gar nichts kapiert.

3. Mädchen, wenn Du zu sehr eine Schisserin bist, um den süßen Jungen so anzulachen, dass er es versteht, gib's doch einfach zu. Kommt schon mal vor, und kann man ja heilen. Aber suhl Dich doch nicht gar so wonnig im Morast Deiner halbgaren Rationalisierungen und träum doch nicht mehr gar so vorhersehbar von der "Liebe", sieht einfach nicht schön aus und macht doch nur dreckig und dumm. Zumal im Spiegel, ausgerechnet.

Generation Golf

Ich hätte ja gerne über dieses Buch geschrieben. Aber es geht nicht. Es steht nichts drin. Nichts.

Uf dr schwäbsche Eisebahne

"Die hot ja 36 Kilo abgnomma."

"Des sieht mr ihr aber et a."

10.10.2005

In eigener Sache

Dies ist das Weblog von Andreas Lazar. Ich bin ein 26-jähriger Milizenkommandeur in der grünen Hölle des tropischen Regenwaldes und liebe es, Imperialisten zu töten und meine Beretta zu liebkosen. In meiner knapp bemessenen Freizeit, wenn ich nicht meine Soldaten für ihre konterrevolutionären Verbrechen auspeitschen und dem Amazonas mit seinen Piranhas und den Pinkelstrahl hinaufschwimmenden Widerhakenfischchen überantworten muss, interessiere ich mich für Filme, Politik, Satire, die "Frauenfrage", die Zukunft der Arbeit, Selbstentwicklung, das Internet, die Freiheit und die Menschheit. Viele Besucher kommen hierher, weil sie was nicht Lustiges suchen oder was zum ...äh ...sich erfreuen, aber repräsentativere Einträge sind eher meine Überlegungen zum Marienkomplex und meine Liebesgeschichte, aber auch der Tag, an dem ich mich schlimm erbrechen musste, mein Hass auf Wissenschaftshasser, meine Erlebnisse als Frau auf einer Flirtwebsite oder meine Anmerkungen zur BUNTE, der Weltwirtschaft und unserer kapitalistischen Ordnung (auch hier). Venceremos!

Für M. (Those were the days 6 1/2)

Die früheren Teile dieser Serie: 1, 2, 3, 4, 5-1, 5-2 und 6.

In meiner Jugend war ich oft unglücklich verliebt. Ich fand dieses oder jenes manchmal kluge, meist nette, immer hübsche Mädchen ganz, ganz toll, schwärmte in jeder wachen Stunde von ihm, stellte mir ohne Unterlass vor, wie es wäre, mit ihm zusammen zu sein und - wirklich, damals hatte ich noch kein MTV - über Blumenwiesen zu hüpfen - und bemühte mich daher, es ihm so eindeutig wie möglich nicht zu zeigen, denn Liebe hatte ich zwar für ein ganzes Affenrudel, aber Mut nicht mal für einen Maki. Ich hoffte darum unablässig, sie würde meine unendliche und unsterbliche Liebe wie durch ein Wunder erkennen und sich mir weinend an den Hals werfen, und hielt mich also, falls es nun endlich soweit sein sollte, immer in ihrer Nähe auf, schmachtete wie eine schlechte Romanfigur, nahm eine zufällige Berührung oder ein freundliches Lächeln als Zeichen ihrer Zuneigung tagelang zur Herzensspeisung und vergaß über diesem äußerst anstrengenden und immer wieder ebenso enttäuschenden Fulltimejob ganz, für mich zu leben und mich auch für die Mädchen zu interessieren, die sich für mich interessierten. So war es, und es war nicht gut.

Aber warum war es so? Warum nur war ich viel zu lange viel zu feige? Diese Frage haben wir ja schon im letzten Teil dieser kleinen Reihe zu beantworten gesucht und sind der Lösung einen Sommer der Selbsterkenntnis später auch durchaus näher, doch die letzten paar Puzzleteile bleiben weiter irgendwo in mir verlegt. Und was für ein Bild kommt eigentlich heraus?

Imbiss

Lecker Nudeln mit Rind beim Chinesen. Doch am Tisch nebenan sitzen, ungelogen, die zwei degeneriertesten Wesen, die Menschen zu nennen ihnen ein unendliches Kompliment wäre, die ich jemals erlebt habe. Nur eins von ihnen, ein Männlein mit Kapuze, kann sprechen und tut es, allein von herzhaften Rülpsern unterbrochen, unentwegt mit zahnloser Stimme, was sein Freund mit dem universalen Lachen aller Schwachsinnigen dieser Welt erwidert.

"So wie Osama. Kennschduden? Von Terror." Er sagt wirklich "von Terror".

"Naahaha nahaha hahaha! Nein! Nahaha hahaha!"

So weit so schlecht, aber was die beiden erst richtig unerträglich macht, ist ihre Unart, jeder vorbeigehenden Frau nachzupfeifen und ihr Aussehen so ausgiebig wie bösartig zu kommentieren. Wie entsteht sowas nur? Und was kann man dagegen tun? Sich zu ärgern und stumm weiterzumampfen wie yours truly ist jedenfalls keine Lösung.

07.10.2005

Kurzer Nachtgedanke

Designervaginen sind selbstbeigebrachte geistige und körperliche pharaonische Beschneidungen. Oh, und kryptopädophil und faschistisch-rassistisch sind sie auch. Warum, dazu demnächst mehr.

Hera Lind

He, für drei Euro und im Lidl kann man seiner Neugier schon mal nachgeben und eine wenig schöne, aber sehr stabile Ausgabe von "Das Superweib" kaufen, um selbst zu sehen, was die halbe Frauenwelt ...

Das Superweib

Hera Lind und ihre noch nicht mal anstandshalber verdeckt autobiographischen Figuren sind wie Magda Goebbels. In hysterischer, orgasmischer Ekstase beim bloßen Anblick des Führers, sofort bereit, dem Größten Feldherrn aller Zeiten sechs Kinder zu gebären, und ebenso schnell und ohne mit der Wimper zu zucken willens, diese sechs Kinder nicht nur zu vergiften, sondern eins nach dem anderen mit fein manikürten Händen eigenhändig zu erwürgen und dabei zu lachen, laut zu lachen. So ein Buch ist das.

Naja, vielleicht ist mein Urteil auch zu hart. Magda Goebbels soll in den letzten Tagen im Führerbunker oft geweint haben.

Die Welt ist so weit und mein Geist so eng

Shorter Matthias Politycki: Wäh, wäh, wir weißen Männer prügeln uns nicht genug, um Brot und Sitzplätze und Eintrittskarten zum Beispiel. Und wir halten auch nicht lange genug durch, wäh, wäh. Ach, könnten wir doch nur in ungebrochenem Nationalismus schwelgend die Welt unterwerfen! Oh, wäre unsere oder wenigstens meine Männlichkeit doch nur so rein und hart wie die arabische! Weh, weh, hätten wir doch nur noch die Wahrheit und Sicherheit des Glaubens, die die Welt so schön kuschlig und einfach machen, damit ich mich nicht mehr fürchten und in die Hose nässen muss! Die Aufklärung hat alles kaputt gemacht!!!1

Papst Palpatine

Mal ernsthaft: Wie kommt es, dass nicht nur ein masochistischer Schmierfink wie Politycki und ein Politkasper wie Rocco Buttiglione, sondern auch uns Ratze und tausend andere sich so ausdauernd am Popanz des "Nihilismus" abarbeiten, der angeblich von unserer westlichen Welt Besitz ergriffen habe? Ist es Antiamerikanismus, also purer Penisneid, wie er bei Politycki durch jede Zeile schleimig sickert? Schlichte Ignoranz, was Aufklärung eigentlich bedeutet? Oder doch nur Angst, Angst vor der Welt, die ohne einen ordnenden und strafenden Gott plötzlich so weit scheint, so weit und fremd? Aber Ratze, Baby, so war sie schon immer, und das zu erkennen, und das auszuhalten, wirklich auszuhalten, und trotzdem moralisch zu bleiben, aus sich selbst heraus, das ist Aufklärung. Sapere aude und so 'n Kram. Klar, dass Du das nicht weißt, der Eisläufer auf dem See muss beim Pissen ja auch in Bewegung bleiben, aber warum stimmen auch immer mehr Untheologen in Deinen Männerchor ein, die es doch besser wissen müssten, weit besser, warum? Mal nachdenken.

04.10.2005

Körper und Geist

Wie Physis Psyche formt, kann man in diesem extrem erhellenden Artikel lesen, in dem die Autorin ihre Penetration ihres Freundes mit einem Strap-on schildert. Hey, das kann man nicht feinfühliger ausdrücken!

Zur Psychologie des islamistischen Terrors

Hier.

03.10.2005

Fred Wiesen

Der gefühlte zweihundert Jahre alte Fred Wiesen, ein Pseudonym des Autors Hans-Frieder Willmann, ist seit ewigen Zeiten der Tagebuchkolumnist unseres städtischen Wochenblättchens und noch länger hirntot. Oder wie soll man einen Eintrag wie den vom 30. August anders verstehen?

Sie können jetzt auch fragen, auf wessen Kosten soll die Terrorbekämpfung gehen: Überwachungskameras auf allen Bahnhöfen, "Biometrische" Reisepässe, das heißt Fingerabdrücke und sogar Iris-Scan (Erfassung der Regenbogenhaut mit infrarotem Licht). Wohin soll das denn noch führen? Zum gläsernen Bürger?
Ehrlich gesagt, wenn durch solche Überwachung der Terror wirksam bekämpft werden kann, gebe ich meine Daten gerne frei, ich habe nichts zu verbergen.

Ehrlich gesagt, wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts gegen eine Rektaluntersuchung. Vielleicht findet sich Wiesens Geist ja dort.

Wozu eine "Denke" wie die Wiesens übrigens führt, kann man hier nachlesen.

Guido Westerwelle

Ein interessantes Interview mit Waylon Smithers dem Vorsitzenden der FDP. Natürlich darf man Behauptungen wie die, dass die FDP "glasklar im Kurs" und "neosozial" sei, nicht ernstnehmen, aber Sätze wie

Die Idee, dass Herr Beckstein mit seiner gesellschaftspolitischen Haltung und ich mit meinem persönlichen Lebensentwurf sich im selben Lager befänden, ist sehr mutig.

und Westerwelles Bericht über die unerwartet positiven Auswirkungen von Stoibers Hetze gegen den "Junggesellen aus Bonn" machen das Gespräch lesenswert und lassen wenigstens für die sexuelle Toleranz in diesem Land hoffen. Wenn schon, auch dank der FDP, für nichts anderes.

Eine deutsche Bilanz

Auch in der globalisierten Welt ist der Staat handlungsfähiger, als viele Politiker glauben machen. Dazu braucht es nicht einmal mehr Geld - nur mehr Mut. Diesen Mut zu beweisen, das ist die wahre Herausforderung der nächsten Regierung.

Lesen. Und diesen guten Artikel über Oskar Lafontaine gleich mit.

Sexy Trek

Das muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Wer eher auf Star Wars steht, findet hier immerhin eine gewagte Übersetzung.